Anbieter zum Thema
Die Matrixtoleranz der Geräte ist über die Jahre insgesamt immer weiter verbessert worden. Gerieten die Systeme in der Vergangenheit bei einem Gehalt an gelösten Feststoffen von 0,3% an ihre Grenzen, tolerieren z.B. die Agilent-Geräte heute bis zu 3% TDS. Meerwasser hat einen Salzgehalt von etwa 3%, könnte also unverdünnt, d.h. ohne Verlust an Empfindlichkeit aufgegeben werden, ebenso Urin und andere matrixhaltige Proben. Auf diese Weise hat die ICP-MS Einzug in die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete erhalten. „Bei Agilent befassen sich heute ein Großteil der Applikationen mit der Umweltanalytik“, sagt Uwe Noetzel. Aber auch die Lebensmittel-, Pharma- oder klinische Analytik, die Geologie oder Forensik nutzen die Methode.
Kopplungstechniken erweitern Anwendungsspektrum
Neben Robustheit, Matrixtoleranz, Nachweisstärke und Bedienerfreundlichkeit ist für Anwender häufig auch der Probendurchsatz entscheidend, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Abhängig von der Anzahl der zu bestimmenden Elemente benötigen moderne ICP-MS-Systeme nur wenige Minuten für einen kompletten Lauf und sind damit auch für den Hochdurchsatz geeignet.
In den letzten Jahren rücken zudem Kopplungstechniken zunehmend ins Anwendungsspektrum der Methode, so beispielsweise im Rahmen der Speziation. Dabei wird die ICP-MS als Detektor für chromatographische Techniken wie HPLC oder GC eingesetzt. Man nutzt die Fähigkeit der Methode exakt zwischen unterschiedlichen Isotopen desselben Elements zu unterscheiden. „Applikationen wie die Arsenspeziation oder die Selenspeziation sind heute in vielen Laboren bereits Routine“, erläutert Uwe Noetzel. Willi Barger, Produktmanager ICP-MS bei Spectro, ergänzt: „Speziell im Bereich der Bio- und Lebenswissenschaften sind ICP-MS-Kopplungstechniken für Anwendungen wie Metallomics oder Metabolomics nachgefragt. Auch die Kombination mit ortsauflösenden Probeneintragsverfahren wie der Laser-Ablation für das so genannte hyperspectral imaging, also die orts- und elementaufgelöste Vermessung von Proben, bzw. -oberflächen und -volumen sind im Kommen.“
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Marktübersicht von Herstellern von ICP-MS-Systemen. Die Unternehmen hatten die Möglichkeit, zwei Systeme aus ihrem Portfolio vorzustellen. Die Übersicht wurde anhand von Selbstauskünften der teilnehmenden Firmen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
* Dr. I. Ottleben: Redaktion LABORPRAXIS, E-Mail: ilka.ottleben@vogel.de
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:25499370)

