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LABORPRAXIS-Newsticker Kabinett beschließt neue Schadstoffregeln für Industrie

Aktualisiert am 21.01.2026 Quelle: dpa 6 min Lesedauer

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Aktuelle Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News finden Sie hier im LABORPRAXIS-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften(Bild:  viperagp - stock.adobe.com)
Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
(Bild: viperagp - stock.adobe.com)

21.1. – Kabinett beschließt neue Schadstoffregeln für Industrie

Berlin (dpa) 11:29 Uhr – Für Industriebetriebe sollen in Deutschland künftig strengere Grenzwerte bei Schadstoffen gelten. Zugleich sollen Unternehmen durch vereinfachte Verfahren auch entlastet werden, wie ein vom Bundeskabinett beschlossener Gesetzesentwurf vorsieht. Dieser soll eine entsprechende Richtlinie der EU zu Industrieemissionen in nationales Recht umsetzen.

Die bisherige Richtlinie habe bereits für verbesserte Luftqualität in vielen Regionen gesorgt, heißt es im Gesetzesentwurf. Luftverschmutzung sei dennoch weiterhin die häufigste umweltbedingte Ursache für vorzeitige Todesfälle in der EU. „Die überarbeitete Richtlinie setzt nun zusätzliche Anreize, in moderne Umwelttechnik zu investieren“, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).

Die Grenzwerte für ausgestoßene Schadstoffe sollen künftig stärker an klimafreundlichere Technologien angepasst werden. Unternehmen, die sich bereits nachweislich mit dem Umstieg beschäftigen, soll bei bestimmten Vorschriften zudem ein Aufschub von bis zu acht Jahren gewährt werden. Das soll verhindern, dass sie noch in fossile Technologien investieren müssen, heißt es im Gesetzesentwurf.

Die reformierte Schadstoffrichtlinie der EU war bereits im August 2024 in Kraft getreten, die Frist für die Mitgliedsstaaten zur Umsetzung läuft im Juli 2026 ab. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD festgehalten, die EU-Richtlinie „so schlank wie möglich“ umzusetzen. Im nächsten Schritt befasst sich der Bundestag mit dem Entwurf.

19.1. – Huber Kältemaschinenbau verstärkt Vertriebsspitze

Offenburg (Huber) 9:21 Uhr – Die Peter Huber Kältemaschinenbau SE hat ihre Vertriebsorganisation für den deutschen Markt neu aufgestellt und sich mit Dr. Mohatmed Becker als Head of Sales Germany verstärkt. In seiner Funktion ist Dr. Becker für die strategische und operative Steuerung des Vertriebs im deutschen Markt zuständig. Sein Aufgabengebiet umfasst insbesondere die Neukundenakquise, die Pflege und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie die Führung des deutschen Außendienstteams.

Dr. Becker verfügt über eine langjährige und fundierte Erfahrung in der Temperier- und Prozesstechnik. Nach seinem Studium und der Promotion zum Dr. rer. nat. an der Universität Bayreuth begann er seine berufliche Laufbahn im technischen Außendienst. In den vergangenen Jahren war er als Vertriebsleiter bei einem renommierten deutschen Hersteller von Temperiergeräten tätig. Dort verantwortete er unter anderem den deutschlandweiten Außendienst und war maßgeblich an der Weiterentwicklung der Vertriebsstrukturen beteiligt.

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15.1. – Keine Annäherung bei Chemie-Tarifrunde in Hessen

Wiesbaden (dpa/lhe) 15:46 Uhr – Zum Auftakt der regionalen Tarifverhandlungen in der hessischen Chemie- und Pharmaindustrie hat es keine Annäherung gegeben. Man habe kein Wachstum, keinen Aufschwung und keinen Verteilungsspielraum, erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Holger Kison von Infraserv-Höchst. Nicht einmal die Inflationsrate könne ein Maßstab für die Tarifpolitik sein.

Die IG BCE beharrte hingegen auf ihrer Forderungen, die Kaufkraft der Beschäftigten zu steigern und gleichzeitig ihre Jobs zu sichern. Die wirtschaftliche Lage sei nur für einen Teil der Betriebe herausfordernd, erklärte Landesbezirksleiterin Sabine Süpke. Auf eine prozentuale Lohnforderung hat die IG BCE bundesweit verzichtet. Das Motto lautet: „Jeder Job zählt. Jeder Euro zählt.“

Bis zum 23. Januar wird in einer ersten Runde in neun Tarifrunden verhandelt. Bundesweite Gespräche für die insgesamt 585.000 Beschäftigten sind dann erstmals am 3. Februar in Hannover geplant.

Auch in Rheinland-Pfalz führten Tarifverhandlungen zuletzt zu keinem Ergebnis, mehr dazu in folgendem Beitrag:

13.1. – Chemspec Europe 2026 wieder in Köln

Köln, Richmond/UK (Chemspec Europe) 12:01 Uhr – Am 6. und 7. Mai 2026 trifft sich die Fein- und Spezialchemie zur Chemspec Europe in Köln – dem führenden Sourcing-Hub für alle Industriebereiche. Bereits ein halbes Jahr vor Messestart waren drei Viertel der Standfläche fest vergeben. Zum Ausstellerfeld zählen Marktführer wie Evonik, Weylchem, CABB und Johnson Matthey.

Gezeigt werden chemische Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von Custom Solutions, Additiven, Inhaltsstoffen und APIs bis zu Auftrags- und Lohnfertigung, regulatorischer Unterstützung und mehr. Die Anwendungsbereiche sind breit gefächert, darunter Pharma, Agrochemie und Wasseraufbereitung. Neben der bewährten Neuaussteller-Zone kommt 2026 eine Second-Year Exhibitor Zone für wiederkehrende Aussteller dazu. Dort erhalten die Unternehmen einen umfassenden Messe-Support und verstärkte Marketing-Präsenz, wie es in einer Pressemeldung heißt.

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Das Konferenzprogramm soll dieses Jahr fokussierter werden: Die Strategy Stage behandelt Regulatorik, Geopolitik und Lieferketten, während der Moleküle Hub technische Trends und Innovationen für Pharma, Agro und andere Schlüsselbranchen präsentiert. Diese Zweiteilung soll Teilnehmern helfen, relevante Inhalte schneller zu finden.

2025 verzeichnete die Messe 424 Anbieter und 4.037 Fachbesucher aus 62 Nationen, davon 73 Prozent Führungskräfte aus Einkauf, Forschung und Entwicklung sowie C-Level Executives. Weitere Infos zur Messe auf www.chemspeceurope.com

9.1. – EU-Mercosur stärkt Exporte deutscher Labortechnik-Unternehmen

Berlin (Spectaris) 16:41 Uhr – Der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik Spectaris begrüßt die bevorstehende Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens als wichtigen Schritt zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika. Das Abkommen eröffnet insbesondere für deutsche Unternehmen aus Photonik, Medizintechnik, Analysen-, Bio- und Labortechnik sowie der Augenoptik neue Marktchancen.

Für viele Produkte dieser Branchen – darunter Lasersysteme, optische Komponenten, medizinische und diagnostische Geräte sowie Labor- und Analyseinstrumente – sollen die bislang in den Mercosur-Staaten erhobenen Einfuhrzölle von häufig 14 bis 18 Prozent vollständig entfallen. Gerade für mittelständische Hightech-Unternehmen verbessert dies die Wettbewerbsfähigkeit und erleichtert den Marktzugang erheblich.

Positiv zu bewerten ist zudem der erstmals geregelte Zugang europäischer Unternehmen zu öffentlichen Ausschreibungen, unter anderem im Gesundheitswesen. Dies kann mittelfristig neue Möglichkeiten für die Ausstattung von Krankenhäusern, Laboren und diagnostischen Einrichtungen eröffnen. Ergänzend sollen transparentere Zollverfahren und klarere Regeln insbesondere KMU entlasten.

„Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein starkes Signal für offene Märkte und regelbasierten Handel in geopolitisch schwierigen Zeiten. Für unsere Branchen schafft es konkrete wirtschaftliche Vorteile – von Zollabbau über bessere Ausschreibungszugänge bis hin zu mehr Planungssicherheit für technologieintensive Exporte“, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Deutschen Industrieverbands Spectaris. Somit setzt das Abkommen ein wichtiges Zeichen gegen zunehmenden Protektionismus, der in vielen Märkten weltweit wieder an Bedeutung gewinnt, und stärkt stattdessen offene, verlässliche und faire Handelsbeziehungen.

6.1. – LIMS-Demo-Days 2026

Saarbrücken (Klinkner & Partner) 15:37 Uhr – Am 13. und 14. Januar 2026 bietet Klinkner & Partner die LIMS-Demo-Days. Diese Veranstaltung stellt Labor-Informations- und Managementsysteme (LIMS) zahlreicher Hersteller vor und verschafft Interessenten so einen Überblick über die vorhandenen Lösungen am Markt. In dem Online-Format demonstrieren die Aussteller des letzten LIMS-Forums ihr Produkt bzw. ihre Dienstleistungen. Jedes teilnehmende Unternehmen hat 30 Minuten Zeit.

Die LIMS-Anbieter demonstrieren den Use-Case „Der Weg der Probe“, um die wichtigsten Punkte eines Probendurchlaufs im Labor in ihrem LIMS darzustellen. Die Dienstleister und Berater anderer Software zeigen passende Produktlösungen aus ihrem Portfolio.

Die erste Online-Veranstaltung beginnt am Mittwoch, den 13. Januar um 8:30 Uhr. Danach startet alle 30 Minuten ein neues Meeting und die Teilnehmer können entscheiden, ob sie wechseln oder noch mit dem aktuellen Aussteller weiter diskutieren möchten.

Für Besucher des LIMS-Forums 2025 sind die LIMS-Demo-Days kostenfrei.

Archiv

Ältere Meldungen aus den vergangenen Jahren finden Sie hier im Archiv des Newstickers.

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