Gemahlener Kaffee und getreidebasierter Kaffeeersatz Kanzerogenes Acrylamid: Kaffee im Qualitätscheck
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Kaffee ist eines der wichtigsten Welthandelsgüter und der Deutschen liebstes Getränk. Obendrein attestieren Fachleute Kaffee, maßvoll genossen, eine gesundheitsfördernde Wirkung. Allerdings enthält Kaffee auch kanzerogenes Acrylamid. Weil sich die Bildung von Acrylamid in Kaffee prozessbedingt allenfalls reduziert, nicht aber gänzlich verhindern lässt, ist die Bestimmung dieses Prozesskontaminanten wichtiger Bestandteil der Qualitätskontrolle.
Kaffee ist nach Tee das meistkonsumierte Getränk der Welt und eines der wichtigsten Welthandelsgüter. Schätzungen zufolge belief sich der Umsatz mit Kaffee im vergangenen Jahr auf insgesamt rund 410 Milliarden Euro; den größten Anteil hatte Röstkaffee mit rund 300 Milliarden Euro [1]. Weil man mit Kaffee also recht viel Geld verdienen kann, wird über die Herkunft und den Absatz des braunen Goldes akkurat Buch geführt. Haupterzeuger von Kaffee sind z. B. Brasilien und Vietnam, die zusammen mehr als die Hälfte des weltweit erzeugten Rohkaffees exportieren. Dessen Mengen beziffert das United States Department of Agriculture (USDA) für das Erntejahr 2022/2023 auf rund 173 Millionen Sack à 60 Kilogramm [2]. Der mit Abstand größte Anteil wird nach Europa geliefert, dem wichtigsten Absatzmarkt für Kaffee (s. auch LP-Info-Kasten).

