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Konfliktmoderation Konflikte zwischen Mitarbeitern moderieren

| Autor / Redakteur: Vera Petersen / Matthias Back

Soll ich in den Konflikt eingreifen? Das fragen sich Führungskräfte häufig, wenn zwischen zwei Mitarbeitern dicke Luft besteht. Und oft sind sie unsicher: Wie soll ich vorgehen? Deshalb hier einige Tipps für eine mögliche Konfliktmoderation.

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Führungskräfte sind sich oft unsicher, ob sie in Konflikte zwischen zwei Mitarbeitern einschreiten sollen.
Führungskräfte sind sich oft unsicher, ob sie in Konflikte zwischen zwei Mitarbeitern einschreiten sollen.
(Bild: fotomek/Fotolia.com)

Hamburg – Konflikte gehören zum Leben wie das Salz zur Suppe. Doch was ist überhaupt ein Konflikt? Hierfür ein Beispiel: Zwei Mitarbeiter arbeiten in einer Abteilung. Herr Huber macht oft Überstunden bis spät abends, Frau Schadel hingegen geht stets um 16 Uhr nach Hause. Das ist so lange kein Konflikt, wie beide Kollegen dies okay finden.

Angenommen nun Herr Huber möchte auch früher nach Hause. Er kann dies aber nur, wenn Frau Schadel länger bleibt. Darauf angesprochen sagt sie: „Geht leider nicht. Ich muss wegen meiner Tochter um 16 Uhr zuhause sein.“ Auch jetzt besteht noch kein Konflikt, sofern Herr Huber diese Begründung akzeptiert und seine Interessen zurückstellt.

Nicht bei jedem Konflikt intervenieren

Erst wenn Herr Huber denkt „Immer soll ich Rücksicht nehmen. Was ich will, ist dieser Egoistin egal – das mache ich nicht länger mit“, wird der Interessengegensatz zu einem Konflikt. Denn nun fühlt Herr Huber sich und seine Interessen nicht ernst genommen. Er ist verletzt. Und das lässt er seine Kollegin spüren. Die Folge: Die Stimmung sinkt auf den Nullpunkt. Und die Arbeitsergebnisse? Sie verschlechtern sich, wenn sie von der Zusammenarbeit der beiden Kollegen abhängen.

Einen Konflikt kennzeichnen also drei Elemente:

  • eine Nichtbeachtung gegenseitiger Interessen,
  • eine wechselseitige Abhängigkeit der Beteiligten und
  • Verletzungen auf der Beziehungsebene.

Hier liegt auch der Ansatzpunkt für Führungskräfte zur Früherkennung von Konflikten. Zum Beispiel, indem sie analysieren: Wer ist von wem wie abhängig? Und: Gibt es Signale für eine mangelnde Wertschätzung?

Doch sollten Führungskräfte bei jedem Konflikt eingreifen? Nein! Denn sie müssen primär dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter die geforderte Leistung bringen. Also sollten sie vor allem bei Konflikten intervenieren, die die Leistung schmälern. Doch wie?

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