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Scale-up mit Mini-Prozessanlage

Labor- und Pilotanlage simuliert Misch- und Dispergierprozesse

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Per Adapterflansch zur Dispersion

Die Inline-Variante eignet sich für das Mischen und Dispergieren mit höchsten Energieeinträgen. Dazu wird das Inline-Dispergiergerät Magic Lab über einen Adapterflansch an die Magic Plant angebunden. Über die Werkzeugwahl und Drehzahl lässt sich der Energieeintrag steuern. Je nach Produktanforderung kann die Temperatur über die Doppelmäntel an Behälter und Dispergiergerät ein-gestellt werden.

Für gute Produktergebnisse sorgen mehrstufige Rotor-Stator-Dispergierwerkzeuge mit Umfangsgeschwindigkeiten bis 40 m/s. Über eine Zirkulationsleitung mit Dreiwegeventil fließt das Gemisch zurück in den Behälter. Die Inline-Variante ermöglicht die Bearbeitung von Kleinstmengen bis 500 ml. Alternativ können mithilfe von Adaptionsbauteilen die Module der Magic Lab an die Magic Plant gekoppelt werden. So lassen sich Nassvermahlung und Inline-Feststoffeintrag, wie auch die Zirkulation von Produkten mit hohen Viskositäten, etwa in Verbindung mit einer Austragspumpe, realisieren.

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Powder-Variante für Trockenstoffe

Das Magic Plant Powder-System eignet sich für Trockenstoffe. Ausgerüstet mit einem speziellen Rührwerkzeug und der Möglichkeit, die Anordnung zu kippen, mischt und trocknet die Powder-Variante alle rieselfähigen Feststoffe. Zum Beschichten von Feststoffen können Flüssigkeiten über den Deckelstutzen eindosiert werden. Die Drehzahl des radial und axial mischenden Spiralrührers lässt sich an die Produkteigenschaften anpassen. Der kippbare Behälter sorgt für eine optimale Trocknung verschiedener lösemittelfeuchter Feststoffe im gesamten Produktraum. Ein optional beheizbarer Deckel verhindert Kondensatbildung, während das zusätzliche Anlegen eines Vakuums die Trocknungszeiten und Restfeuchten minimiert.

Rezeptursuche für Mayonnaise

Auf der Suche nach einer Rezeptur für eine 67%ige Mayonnaise, die in einer Produktionsanlage der SPP-Baureihe mit einer Kapazität von 25 bis 4000 l hergestellt werden soll, können Hersteller z.B. auf die Magic Plant Inline setzen. Dabei muss zunächst die Anlage an das Produkt und das Prozessziel angepasst werden. Im Hinblick auf die Endviskosität empfiehlt sich der Ankerrührer mit Abstreifern. Eine stabile Emulsion erfordert zusätzlich ein Werkzeug mit höherem Energieeintrag. Andererseits dürfen Scherung und Temperatureintrag nicht zu groß werden. Sie könnten die Emulgatorhülle um die Öltröpfchen brechen.

Dazu wird das Magic Lab Inline-Gerät analog den Produktionsgeräten mit einem Pumpwerkzeug (1. Stufe) und einem groben Werkzeug 2P (2. Stufe) bestückt. Zum Feststoffeintrag wird ein Vakuum-Injektor installiert. Nachdem Mayonnaise-Inhaltsstoffe wie Wasser, Pflanzenöl, Zucker und Emulgator-Compound bereitstehen, kann die Mini-Prozessanlage gestartet werden. Nach Einfüllen des Wassers setzt man Deckel und Rührwerk mit der elektrischen Hubspindel auf den Behälter. Dieser wird per Clamp-Verschluss vakuum- und druckdicht verschlossen. Nach Vorlage von Zucker und Salz im Trichter des Vakuum-Injektor startet das Rührwerk mit etwa 100 U/min. Gleichzeitig zirkuliert die Flüssigkeit durch den Start des Magic Lab mit moderater Drehzahl von 10 000 U/min.

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