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Interview

Laborneubau bringt mehr Sicherheit für Mitarbeiter

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LABORPRAXIS:Und wie haben Sie die Versorgung mit Gasen und Flüssigkeiten geregelt?Prof. Link: In den Labors sind zeitgemäße Sicherheitsschränke mit höchster Feuerwiderstandsfähigkeit zur lokalen Versorgung mit Gasen installiert. Transportunfällen oder Explosionen von Druckgasflaschen im Brandfall wird damit erheblich besser vorgebeugt. Auch andere Gefahrstoffe z.B. entzündbare Flüssigkeiten können ausnahmslos in abgesaugten Typ 90-Sicherheitsschränken geschützt und die Gefahrstoffbelastung minimiert werden. Weitere sicherheitsrelevante Verbesserungen betreffen die Installation einer Notstromversorgung, die an speziell gekennzeichneten Steckdosen den Betrieb von elektrischen Geräten sicherstellt, bei denen ein Stromausfall z.B. infolge des Versagens einer Kühlung, zur Freisetzung von Gefahrstoffen oder einem Unfall führen könnte. Durch fest installierte Kühlkreisläufe werden Gefahren durch Austritt von großen Mengen Kühlwassers begrenzt. Punktabsaugungen über z.B. präparativen HPLC-Anlagen gestatten nun beispielsweise den Betrieb eines ELSD außerhalb eines Abzugs, ohne die Raumluft zu kontaminieren.

LABORPRAXIS:Welche Arbeitsgruppen werden künftig im neuen Gebäude arbeiten und womit beschäftigen sich diese?

Prof. Link: Mit einer Nutzfläche von insgesamt 2600 m2 bietet das Gebäude Platz für vier Arbeitsgruppen der Pharmazie und zwei Arbeitsgruppen der Biologie. Zusätzlich gibt es Flächen für projektbezogene Forschung. Die Arbeitsgruppe Physiologie und Biochemie der Tiere beschäftigt sich mit den Beiträgen epithelialer Zellen, die das Körperinnere von der Außenwelt oder Organen abtrennen, bei der individuellen Anpassung an veränderte Umweltbedingungen. Die Arbeitsgruppe Mikrobielle Ökologie untersucht die Bedeutung und Funktionen von Mikroorganismen, die entscheidend die globalen Stoffkreisläufe beeinflussen. In der Pharmazeutischen Biologie werden marine Mikroorganismen kultiviert, Inhaltsstoffe isoliert und mit Methoden der instrumentellen Analytik charakterisiert, um bisher unerschlossene Quellen für pharmakologisch aktive Naturstoffe untersuchen zu können. Die Arbeitsgruppe Klinische Pharmazie bearbeitet die Wechselwirkung von Arzneistoffen mit Transportproteinen auf zellulärer Ebene. Interaktionen auf molekularer Ebene werden durch die Arbeitsgruppen der Pharmazeutischen/Medizinischen Chemie erforscht. Es werden molekulare Werkzeuge für die Pharmaforschung synthetisiert und getestet und Resistenzmechanismen von Krebszellen gegen Metallkomplexe untersucht.

Vielen Dank für das Gespräch Herr Prof. Link.

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