Mais-Schädling lässt Wurzeln wuchern (Wissenschaftsbild des Tages)
Der mexikanische Axolotl ist ein Superheld unter den Tieren, denn er kann Gliedmaßen und innere Organe komplett nachwachsen lassen. Diese Regenerationskraft fasziniert auch Forscher am Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Sie haben nun einen wichtigen Schritt gemacht, die Fähigkeit des Axolotl zu verstehen. Das Team fand jenes biochemische Signal, das Zellen mitteilt, welcher Teil des Arms regeneriert werden soll – und nutzten es gleich, um die Identität der Zellen während ihrer Entwicklung neu zu programmieren.
Sobald die Regeneration beginnt, bilden Stammzellen auf der vorderen Seite (der Seite des Daumens) das Signalmolekül FGF8, während die Stammzellen der hinteren Seite (kleiner Finger) das Molekül Shh bilden. Diese beiden Signale verstärken sich gegenseitig und weisen die Zellen an, zu wachsen und den sich regenerierenden Arm zu formen.
Das Bild zeigt eine genetisch veränderte Axolotlhand mit Positionscode: vordere Zellen und Fingerspitzen leuchten in Magenta, hintere Zellen in Grün.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 12.6.2025 (Bild: Leo Otsuki, IMBA)

