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Laborautomation

Maschinelle, automatisierte Röhrchen-Konfektionierung für Labormaßstäbe

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Die Capstation im Detail

Begleitet man ein Röhrchen durch die Capstation, so fällt auf, dass der Erfassungssensor am Eingang die genaue Position des Röhrchens im Transportriemen millimetergenau ermittelt. Dies ist nützlich, um bei allen folgenden Bearbeitungsstationen das Röhrchen exakt zu positionieren. Der Transportriemen fährt einen Schritt weiter. Schon erzeugt eine interne Pumpe für die Bead-Dosierung Unterdruck, der Schwenkarm mit definiertem Volumen schwenkt durch ein Vorratsgefäß, in dem sich die Beads befinden, wobei diese in das Volumen gesaugt werden. Anschließend werden Überschüsse an einer Kante abgestreift, der Arm schwenkt über das Röhrchen, schaltet den Unterdruck ab und die Beads fallen ins Röhrchen.

Die Fahrt geht weiter: An der Pufferdosierung angekommen, hat der Schwimmer-Sensor im Puffervorrat bereits den Füllstand geprüft. Nun wird mittels Kolbenpumpe sofort das Puffervolumen über eine wechselbare Spritze in das Röhrchen gefüllt und dieses weiter zur Schraubstation transportiert. In einem Wendelvibrationsförderer werden lose Deckel auf einer Schnecke aufgereiht, in die richtige Orientierung gebracht und anschließend über ein kleines Transportband zum Schraubgreifer (s. Abb. 4) transportiert, wo ein optischer Sensor die Bereitstellung erfasst. Anschließend wird der Deckel von einem weiteren Roboterarm gegriffen, über das noch offene Röhrchen geschwenkt und diese unter Drehen mittels Abwärtsbewegung des Arms verschlossen. Dabei gewährleistet eine Druckzange den festen Stand des Röhrchens und eine Drehmomentvorwahl im Schraubgreifer ein gleichmäßiges Verschließen der Röhrchen. Ein weiterer Sensor erkennt gegebenenfalls schief aufgesetzte Deckel beziehungsweise Röhrchen, welche nicht ordnungsgemäß verschlossen werden konnten. Falls das nun fertige Röhrchen nicht rechtzeitig im laufenden Betrieb aus dem Transportriemen genommen wird, erreicht es den Sensor, der einen Wiedereintritt verhindert und somit die Maschine anhält.

Bildergalerie

Die Maschine ist so konzipiert, dass sie unabhängig von der Bestückung des Transportriemens arbeiten kann. So wird z.B. bei Volllasten an jeder Station gleichzeitig gearbeitet, sodass alle fünf Sekunden ein fertig konfektioniertes Röhrchen am Maschinenausgang zur Abnahme bereit steht.

Variierung der Maschine

Individuelle Anpassungen der Dosiereinrichtungen für verschiedene Anwender lassen sich beispielsweise mittels herausschraubbarer Dosiervolumen der Beads-Dosierung und einfachen Spritzenwechsel der Kolbenhubpumpe, sowie durch programmseitige Parameteranpassung vornehmen.

Ein großer Vorteil der Maschine ist ihre geringe Größe. Sie kann problemlos in einer Flowbox platziert werden. So können einerseits Kontaminationen empfindlicher Produkte und andererseits die Verunreinigung der Maschine durch Staub vermieden werden.

* *A. Reinhardt: AJ Roboscreen, 04129 Leipzig,

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