Kompostierbare Verpackungen, Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen, Fahrzeuge aus recycelbaren Leichtbaustoffen: Wer an solchen Lösungen mitarbeiten möchte, findet im neuen Masterstudiengang „Sustainable Materials and Engineering“ an der Universität des Saarlandes ab dem Wintersemester 2025 die passende Ausbildung. Das Studium vereint Expertise aus den drei Fachrichtungen Chemie, Material- und Ingenieurwissenschaften.
Viele Veranstaltungen des neuen Masterstudiengangs Sustainable Materials and Engineering finden direkt in den Forschungslaboren statt, wo neue Materialien und nachhaltige Technologien entstehen – wie im Chemielabor bei Prof. Guido Kickelbick (hier mit Doktorandin Svenja Pohl).
(Bild: Oliver Dietze)
Verpackungen, Baustoffe und Fahrzeuge sind oft alles andere als umweltfreundlich – sei es, weil sie schwer recycelbar sind, bei der Herstellung große Mengen an Energie verbrauchen oder weil ihr Design sie unnötig schwer und ineffizient macht. „Der Grund liegt häufig darin, dass bei der Entwicklung, Produktion und Gestaltung der Materialien und Systeme bislang kaum nachhaltige Alternativen mitgedacht wurden“, erklärt Professor Guido Kickelbick, federführender Chemiker hinter dem neuen Masterstudiengang Sustainable Materials and Engineering an der Universität des Saarlandes.
Mit dem Studiengang will die Universität Experten ausbilden, die neue nachhaltige Denkweisen in die Materialentwicklung und die Anwendung dieser Materialien in gesamten Systemen einbringen. Der Fokus liegt dabei auf Umweltverträglichkeit, Ressourcenschonung und zukunftsfähigem Design.
„Nachhaltig“ studieren
Zielgruppe des Studiengangs sind Studierende aus den Bereichen Naturwissenschaft, Chemie, Ingenieurwissenschaft und Materialwissenschaft. Im Master Sustainable Materials and Engineering lernen sie, wie nachhaltige Materialien und Werkstoffe entstehen, wie sie systemisch durchdacht, gestaltet und in die Kreislaufwirtschaft integriert werden können. „Wir wollen Absolventinnen und Absolventen ausbilden, die von der Produktidee bis hin zu ihrer Wiederverwertung den gesamten Kreislauf mitsamt seinen wirtschaftlichen Aspekten mitdenken können“, erklärt Kickelbick. Sie sollen den Gesamtprozess, den Lebenszyklus von Produkten im Blick haben: Die Studierenden erwerben das nötige Know-how, um ressourcenschonende Materialien zu entwickeln oder gezielt auszuwählen, deren Verarbeitung energie- und materialeffizient zu gestalten und Produkte so zu konzipieren, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können.
Hierzu kombiniert der Studiengang Fachwissen aus drei Fachdisziplinen: Chemie, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik werden mit Systems Engineering verknüpft. Die Saarbrücker Fachrichtungen vermitteln gemeinsam Kenntnisse, um nachhaltige Materialien und Systeme nicht nur zu entwickeln, sondern auch ganzheitlich zu bewerten. Ergänzend werden auch wirtschaftswissenschaftliche Aspekte vermittelt, die den Blick für die praktische Umsetzung schärfen. Im ersten Semester erwerben die Studierenden ein breites Grundlagenwissen aus den verschiedenen Bereichen. In den folgenden Semestern können sich die Studierenden durch Spezialisierung auf zwei der drei Fachdisziplinen ein individuelles Profil zulegen.
Der Studiengang setzt von Beginn an auf einen starken Praxisbezug. Praktika und praxisnahe Lehrveranstaltungen, die eng mit aktuellen Forschungsthemen verknüpft sind, ermöglichen den Studierenden einen frühen Einstieg in aktuelle Entwicklungsprozesse. Viele Veranstaltungen finden direkt in den Forschungslaboren statt – dort, wo neue Materialien und nachhaltige Technologien entstehen. Die drei beteiligten Fachrichtungen an der Universität des Saarlandes sind laut eigenen Angaben sehr forschungsstark und international renommiert mit ihren Neuentwicklungen und Forschungsergebnissen in zahlreichen Forschungsprojekten. Als besondere Stärke geben die beteiligten Fächer an, Studierende bereits früh als studentische Hilfskräfte in große, internationale Forschungsprojekte einzubinden.
Durch die englischsprachige Ausrichtung insbesondere in den Bereichen Chemie und Materialwissenschaft eröffnet der Masterabschluss internationale Perspektiven. Er qualifiziert die Studierenden für Tätigkeiten in Industrie, Forschungsinstituten und öffentlichen Institutionen. Ob in Forschung und Entwicklung, Produkt- und Prozessgestaltung, Energie- und Umwelttechnik, Qualitätsmanagement, Zertifizierung, Produktion oder Beratung: Die Absolventen sind gut vorbereitet, um nachhaltige Lösungen in unterschiedlichsten Bereichen voranzutreiben. Eine Promotion in den beteiligten Fachgebieten ist ebenfalls möglich.
„Mit dem neuen Masterstudiengang bildet die Universität des Saarlandes junge Menschen aus, die künftig daran mitwirken, Materialien unter Nachhaltigkeitsaspekten zu entwickeln“, sagt Universitätspräsident Ludger Santen. „Solche Materialien sind Grundlage für umweltfreundliche Lösungen, zugleich sind sie die Basis für technologischen Fortschritt und damit eine Chance für die Wirtschaft und Unternehmen im Wandel. Mit der Ausbildung der zukünftigen Fachleute auf diesem Gebiet leisten wir einen Beitrag zur Transformation im Saarland und über seine Grenzen hinaus.“
Stand: 08.12.2025
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