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Interview
Mehr Digitalisierung wagen: Über Hemmnisse und Treiber des digitalen Labors

Von Dr. Ilka Ottleben 5 min Lesedauer

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Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren macht auch im Labor vielfach Sinn. Dennoch ist der Grad der Digitalisierung hier noch immer vergleichsweise gering. Was bedingt diesen Digitalisierungsstau? Über Gründe und Auswege sprachen wir mit Dr. Thorsten Teutenberg vom Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V..

Dr. Thorsten Teutenberg vom Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V.(Bild:  IUTA)
Dr. Thorsten Teutenberg vom Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V.
(Bild: IUTA)

Viele Prozesse sind heute bereits hoch automatisiert und digitalisiert. Trotzdem lohnt noch einmal ein Blick auf die Grundlagen: Herr Dr. Teutenberg, welche Vorteile bietet auch im Labor die Digitalisierung gegenüber einer manuellen Arbeitsweise?

Dr. Thorsten Teutenberg: Die Digitalisierung hat prinzipiell viele Vorteile gegenüber einer rein manuellen Arbeitsweise. Zunehmend wichtiger wird eine lückenlose Dokumentation von (Forschungs-) Ergebnissen und damit verbunden das Sicherstellen einer hohen Datenintegrität. Die „klassische“ Dokumentation von Er­gebnissen findet in sehr vielen Fällen immer noch papierbasiert statt. Handschriftliche Daten werden nicht direkt nach deren Erfassung, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt z. B. über eine Excel-Maske digitalisiert. Hierbei können Übertragungsfehler resultieren, die bis zum Versand des Analysenberichts an einen Kunden nicht erkannt werden. Eine digitale Prozessführung ermöglicht demgegenüber die unmittelbare und manipulationssichere Datenerfassung und -ablage in eine Datenbank.