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Teil 2 der Miniserie
Mikroplastik-Entfernung mit System: Von der Pilotanlage zur Industriereife

Ein Gastbeitrag von Dr. Katrin Schuhen, Gründerin und Geschäftsführerin, Wasser 3.0 gGmbH 11 min Lesedauer

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Der erste Teil unserer Miniserie zur Mikroplastik-Entfernung beschreibt, wie wegweisende Technologien beweisen, dass wirksamer Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg sich keinesfalls ausschließen. Im zweiten Teil lesen Sie nun mehr darüber, wie eine Pilotanlage zur Industriereife geführt wurde und welche Hebel wichtig sind, um den Turnaround in Sachen Mikroplastik einzuleiten.

Abb. 1: Mehr als 150 Milliarden Mikroplastikpartikel gelangen jedes Jahr allein aus einer mittelgroßen kommunalen Kläranlage in unsere Gewässer [1]. (Symbolbild)(Bild: ©  Thirawat - stock.adobe.com)
Abb. 1: Mehr als 150 Milliarden Mikroplastikpartikel gelangen jedes Jahr allein aus einer mittelgroßen kommunalen Kläranlage in unsere Gewässer [1]. (Symbolbild)
(Bild: © Thirawat - stock.adobe.com)

Um dem globalen Mikroplastik-Problem die Stirn zu bieten, müssen Mikroplastik-Emissionen nicht nur vermieden, sondern auch wirksam reduziert werden. Der Schlüssel dazu liegt in einer zuverlässigen Analytik, kombiniert mit einer wirksamen Entfernungstechnologie, die konsequent kreislaufwirtschaftliche Prinzipien verfolgt. Häufig ist bei der Prozessentwicklung der Schritt von der erfolgreichen Pilotanlage zur breiten industriellen Anwendung steinig. Nicht so bei Wasser 3.0 PE-X: Die Technologie wurde von Anfang an mit Blick auf Robustheit, Skalierbarkeit und einfache Bedienbarkeit entwickelt. Die im ersten Teil dieser Mini-Serie beschriebene Pilotanlage in der Verpackungsindustrie läuft vollautomatisch im Batch-Betrieb. Ein Zyklus umfasst 200 Liter und dauert inklusive Befüllung, Reaktion und Filtration etwa 30 Minuten. Die Dosierung des Agglomerationsreagenz erfolgt automatisch über eine Pumpe, die Abtrennung der Agglomerate über einen selbstreinigenden Schrägbandfilter [8].