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Mikroplastik – unkontrolliert und unkontrollierbar?
Wissenslücken sind insgesamt eine große Herausforderung, wenn es darum geht, Mikroplastik wirkungsvoll zu begegnen. Es bleibt Stand heute festzuhalten: Durch das Fehlen eines einheitlichen Detektionsverfahrens für Mikroplastik, dem Fehlen von Lösungen zur Verbesserung der Prozesssteuerung bestehender Systeme, dem Fehlen eines flächendeckenden Monitorings und dem Fehlen einer klaren Gesetzgebung für das Einleiten und Ausleiten Mikroplastik-belasteter Wässer aus unterschiedlichen (industriellen) Prozessen, ist der Mikroplastikeintrag in die Umwelt ein nahezu gänzlich unkontrollierter und unkontrollierbarer Prozess [31]. Insbesondere Wissenschaft und Industrie sind aufgefordert, sich vorhandenen Lücken in der Datenlage und den Prozessen zu stellen, diese transparent zu kommunizieren und sie im Dialog mit der Politik anwendungsorientiert und zukunftstauglich zu schließen [6].
Ganzheitlich, ökonomisch und ökologisch durchdacht
Obwohl es bereits seit Jahren vielfach erprobte Lösungen für die Entfernung von Mikroplastik aus Wässern gibt, werden diese bisher wenig eingesetzt. Nur Anwender, die sich proaktiv ihrer Verantwortung stellen und wirklich einen Beitrag zum Umwelt- und Gesundheitsschutz leisten wollen, setzen diese bisher ein. Argumentationshilfen für das Nicht-Einsetzen von Lösungen sind vielfältig, häufig unterstützt von rein profitorientierten Kosten- Gewinn-Rechnungen. Ökologischem Impact wird kein oder geringer Wert zugesprochen. Dass dies nicht so sein muss, damit beschäftigen sich seit vielen Jahren die Forschenden des ehemals universitären Forschungsprojekts Wasser 3.0, das im Mai 2020 in die Wasser 3.0 gGmbH übergegangen ist. Wasser 3.0 forscht und arbeitet seit 2012 interdisziplinär auf dem Gebiet Mikroplastik und Mikroschadstoffe [32-35].
Mit Wasser 3.0 PE-X wurde ein filterfreies Verfahren entwickelt, das eine kosteneffiziente, leicht anwendbare und kontinuierliche Entfernung von Mikroplastik und/oder Mikroschadstoffen aus verschiedenen Wässern ermöglicht. Dieses Verfahren wird jetzt in eine ganzheitliche Strategie für den Umgang mit Mikroplastik und/oder Mikroschadstoffen in Wässern eingebettet – Wasser 3.0 detect | remove | reuse.
Mit Wasser 3.0 detect befindet sich eine leicht und schnell anwendbare, kosteneffiziente Detektionsmethode für den kontinuierlichen und standardisierten Nachweis von Mikroplastik in Wässern im Validierungsstatus [36]. Damit wird erstmals eine qualitativ hochwertige (Ab)Wasserbehandlung möglich, die
- flexibel an die jeweilige Belastungssituation vor Ort anpassbar ist.
- bzgl. Ressourcen- und Eliminationseffizienz überwacht und optimiert werden kann.
- Handeln gemäß Vorsorgeprinzip und Herstellerverantwortung vereinfacht.
Mit Wasser 3.0 reuse werden Kreislaufwirtschaft und Zero Waste konsequent umgesetzt, indem Abfälle reduziert, Wasser gespart und Wasserqualität verbessert wird. In Verbindung mit jeder Implementierung von Wasser 3.0 PE-X können Projekte für die Erforschung und Entwicklung von Weiterverwendungskonzepten aufgesetzt werden. Abfallprodukte von Wasser 3.0 PE-X werden zur Basis neuer Produkte. Die aufbereiteten Wässer können entweder als Prozesswasser weiterverwendet oder als mikroplastik- bzw. mikroschadstofffreies Abwasser abgeleitet werden.
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