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Bayer Innovations-Perspektive 2012

Mit Innovationen das Leben der Menschen verbessern

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Im Geschäftsbereich Material Science haben knapp 1000 Mitarbeiter im vergangenen Jahr fast 250 Patente eingereicht und waren weltweit in 60 Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten und anderen Firmen involviert. Wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den verschiedensten Partnern in der Wertschöpfungskette aussehen könne, zeige das Beispiel der „Erdbeben-Tapete“, so Plischke. Diese könne maßgeblich zur Sicherheit von Menschen in Erdbebengebieten beitragen.

Im Bereich der Energieeffizienz unterhalte der Geschäftsbereich gleich mehrere Partnerschaften. Dabei sei beispielsweise ein modulares und innovatives Straßenbeleuchtungskonzept entwickelt worden. Damit lasse sich allein durch den Einsatz der effizienten LED-Technologie der Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Straßenleuchten um bis zu 70 Prozent reduzieren. Als weiteres Beispiel führte Plischke ein neues Polyurethan-Dämmsystem für Kühlgeräte an, das die Wärmeleitfähigkeit noch einmal deutlich verringert.

Eine hohe Bedeutung habe auch das Thema Pflanzengesundheit, führte Dekkers aus. Schon jetzt habe der Teilkonzern ein ausgewogenes Portfolio an neuen Produkten und Produktkandidaten: die Fungizide Xpro und Luna zur Kontrolle von Pilzinfektionen und das Insektizid Sivanto zur Anwendung vor allem bei Obst, Gemüse und verschiedenen Feldfrüchten.

Den Nutzen dieser Innovationen verdeutlichte Dekkers am Beispiel Xpro, das im vergangenen Jahr in Deutschland bereits auf rund einem Viertel der Anbaufläche für Getreide eingesetzt wurde. Das Fungizid führe im Durchschnitt zu einem Mehrertrag von 5 Prozent – das entspreche 500 000 Tonnen Getreide allein im vergangenen Jahr in Deutschland. „Lassen Sie mich das einmal in ein Bild fassen: Ein Zug, der diesen Mehrertrag transportieren soll, bestünde aus 20 000 Waggons. Er hätte eine Länge von Leverkusen bis nach Frankfurt“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Die Crop-Science-Mitarbeiter reichten im vergangenen Jahr 204 Patente sowie 132 Sortenschutz-Anträge ein und waren weltweit in 420 Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten sowie anderen Firmen involviert.

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte der Konzern mit rund 112 000 Beschäftigten einen Umsatz von 36,5 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 1,7 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 2,9 Milliarden Euro.

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