Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen „PFAS-Beschränkungen: Wichtig, aber mit Augenmaß“
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Nach wie vor ist immer noch nicht klar, wie der Einsatz von PFAS-Verbindungen eingeschränkt wird und welche Ausnahmen es geben soll. In den vergangenen Jahren haben wir sowohl über die PFAS-Analytik als auch über den PFAS-Einsatz in Laborgeräten berichtet. Dr. Janina Bolling, Leiterin des Spectaris-Fachverbands Analysen-, Bio- und Labortechnik, gibt ein Update, wie der Industrieverband den PFAS-Prozess begleitet.
Frau Dr. Bolling, fünf EU-Mitgliedsstaaten haben Anfang des Jahres 2023 bei der Europäischen Chemikalienagentur einen Beschränkungsantrag für die Substanzklasse PFAS eingereicht. Wie stehen Sie als Industrieverband Spectaris diesem Antrag gegenüber?
Dr. Janina Bolling: Spectaris unterstützt gemeinsam mit seinen Mitgliedsfirmen die Ziele der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie, insbesondere zum Schutz von Mensch und Umwelt. Wir engagieren uns aktiv in der Forschung und Entwicklung sicherer Alternativen zu besorgniserregenden Stoffen. Als Verband der Hightech-Industrien sehen wir gleichzeitig für unsere Mitglieder eine unternehmerische Chance, mit zukunftsfähigen Lösungen voranzugehen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie zu stärken. Dennoch sind wir gegen ein weitreichendes und pauschales Verbot einer sehr großen und für uns funktionell wichtigen Gruppe von Stoffen, das sowohl Alltagsprodukte wie Kosmetika, Regenjacken und Skiwachs als auch hochspezialisierte industrielle Prozesse, wie in der Medizintechnik, gleichermaßen in einen Topf wirft, ohne nach dem jeweils tatsächlichen Risiko zu unterscheiden und damit die technologische und gesellschaftliche Bedeutung einzelner Anwendungen ignoriert. Sie verbieten dem Bäcker ja auch nicht die Hefe, nur weil man Pilze auch rauchen könnte.
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