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Praxistag Molekülspektroskopie am 10. November Molekülspektroskopie in der Praxis: drei Methoden, viele Perspektiven

Von Marc Platthaus, Chefredakteur LABORPRAXIS 3 min Lesedauer

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Spektroskopische Analysen sind im Labor an der Tagesordnung. Doch egal ob UV/Vis, IR/FTIR oder Raman, der Umgang mit den Methoden erfordert Expertise. Auf dem Praxistag Molekülspektroskopie am 10. November erhalten die Teilnehmer Tipps und Tricks für den Umgang mit diesen Techniken.

Der Praxistag Molekülspektroskopie beleuchtet in Vorträgen und Workshops die Methoden UV/Vis, IR/FTIR und Raman.(Bild:  Vogel Communications Group)
Der Praxistag Molekülspektroskopie beleuchtet in Vorträgen und Workshops die Methoden UV/Vis, IR/FTIR und Raman.
(Bild: Vogel Communications Group)

Moleküle hinterlassen charakteristische Signaturen, wenn sie mit elektromagnetischer Strahlung wechselwirken. Sie zu messen und richtig zu deuten, ist eine zentrale Aufgabe der analytischen Chemie. Der Praxistag Molekülspektroskopie stellt UV/Vis-, IR- und Raman-Spektroskopie vor. Die Verfahren liefern unterschiedliche Informationen – vom schnellen Screening bis zur detaillierten Strukturaufklärung. Gemeinsam ist ihnen die praktische Frage: Wie wird aus einem Spektrum eine verlässliche Aussage?

Keine Methode beantwortet jede analytische Frage allein. UV/Vis ermöglicht oft einen schnellen Zugang zu Konzentration und elektronischen Übergängen. IR und Raman charakterisieren Schwingungen aus komplementären Blickwinkeln. Die geeignete Technik richtet sich nach Fragestellung, Probenform, Empfindlichkeit und Zeitbedarf. Bei komplexen Aufgaben führt die Kombination mehrerer Verfahren häufig zu einem vollständigeren Bild. Deswegen beleuchtet der Praxistag Molekülspektroskopie die drei Methoden UV/Vis, IR/FTIR und Raman.

Störfaktoren in der UV/Vis-Spektroskopie

Die UV/Vis-Spektroskopie erfasst die Absorption ultravioletter und sichtbarer Strahlung, die Elektronen in Molekülen anregt. Sie eignet sich für Stoffe mit absorbierenden Gruppen und für quantitative Messungen, etwa zur Konzentrationsbestimmung. Wellenlänge, Messbereich, Küvettenqualität und Probenmatrix beeinflussen das Ergebnis. Trübung und Streuung können die Absorption verfälschen; Blindwert und Kalibrierung helfen, solche Einflüsse zu berücksichtigen. Die Methode ist oft schnell und unkompliziert, setzt aber voraus, dass die Probe ein geeignetes Absorptionsmerkmal besitzt.

Referentin Andrea Unterkircher von Mettler-Toledo zeigt in ihrem Vortrag, warum es wichtig ist, im Alltag Störfaktoren bei der UV/Vis-Spektroskopie zu kennen. Sie geht dabei auf Themen wie Lösungsmittelwahl, Blindwert, Temperatur, pH-Wert und saubere Küvetten ein.

Eine spezielle UV/Vis-Anwendung beschreibt Antonia Räcker von Symrise. Sie präsentiert eine spezielle UV/Vis-Methode, um Food Fraud aufzudecken.

Fallstricke in der IR/FTIR-Spektroskopie

Die IR- beziehungsweise FTIR-Spektroskopie untersucht Molekülschwingungen. Charakteristische Absorptionsbereiche geben Hinweise auf Bindungen und funktionelle Gruppen; so lassen sich Materialien identifizieren und Veränderungen verfolgen. ATR, Transmission und Reflexion ermöglichen Messungen an unterschiedlichen Proben, von Flüssigkeiten bis zu Feststoffen und Schichten. Die passende Messgeometrie ist entscheidend: Wasser, Kontakt zur ATR-Kristallfläche, Schichtdicke und Untergrund können die Spektren beeinflussen. Bibliothekssuchen unterstützen die Identifizierung, sollten aber durch die fachkundige Bewertung des gesamten Spektrums ergänzt werden.

In der täglichen Laborarbeit gibt es auch bei der FTIR-Spektroskopie einige Fallstricke. Dr. Josina Bohlen von Anton Paar beschreibt in ihrem Vortrag, welche Auswirkung eine ungeeignete Probenvorbereitung hat und wie fehlerhafte Spektrenauswertungen und -interpretationen vermieden werden können.

Raman- und IR-Spektroskopie kombiniert

Die Raman-Spektroskopie wertet inelastisch gestreutes Licht aus und ergänzt damit häufig die IR-Analyse. Weil beide Methoden unterschiedlichen Auswahlregeln folgen, liefern sie oft komplementäre Informationen zu Molekülschwingungen. Raman eignet sich häufig für wässrige Proben und kann Messungen durch geeignete transparente Verpackungen ermöglichen. Eine Herausforderung ist Fluoreszenz, die das Raman-Signal überdecken kann. Auch Laserleistung, Fokus und Messzeit sind sorgfältig zu wählen, damit die Probe nicht verändert wird und aussagekräftige Daten entstehen. Warum die Kombination von Raman und IR Sinn macht, beschreibt Marion Riemschneider von Bruker in ihrem Vortrag. Martin Klaaßen vom IUTA zeigt in seinem Vortrag, wie die Kopplung von Flüssigchromatographie und Raman-Spektroskopie bei der Analyse von Biomolekülen hilft.

Der Praxistag Molekülspektroskopie findet am 10. November im Vogel Convention Center in Würzburg statt. Hier können Sie sich direkt Ihr Ticket buchen. 

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