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Exzellenzzentrum für Lebenswissenschaften Neues Exzellenzzentrum für Lebenswissenschaften in Mainz

Redakteur: Olaf Spörkel

Zur Errichtung eines internationalen Exzellenzzentrums für Lebenswissenschaften stellt die Boehringer Ingelheim Stiftung 100 Millionen Euro zur Verfügung.

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Mainz – Die Boehringer Ingelheim Stiftung stärkt mit einer außergewöhnlichen Initiative die Spitzenforschung an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Über einen Zeitraum von zehn Jahren fördert die Stiftung mit insgesamt 100 Millionen Euro die Errichtung und den Betrieb eines Exzellenzzentrums für Lebenswissenschaften. Rheinland-Pfalz erhält damit eine der größten Privatspenden, die bislang in eine Wissenschaftseinrichtung an einer Universität geflossen sind. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich an der Gründung des Exzellenzzentrums und lässt ein neues Gebäude errichten, das Wissenschaftlern hervorragende Arbeitsbedingungen bieten soll. „Wir freuen uns, dass das Land Rheinland-Pfalz und die Johannes Gutenberg-Universität unsere Idee von zusätzlicher Spitzenforschung an der Universität Mainz sofort so positiv aufgegriffen haben und mittragen“, erklärte Otto Boehringer, Vorsitzender des Vorstands der Boehringer Ingelheim Stiftung. „Angesichts des intensivierten Wettbewerbs und der internationalen Konkurrenz um die ‚besten Köpfe‘ in der Wissenschaft möchten wir gerne das Land und die Universität Mainz unterstützen, ihre Spitzenforschung zu stärken und ihre internationale Sichtbarkeit zu erhöhen“, betonte Otto Boehringer.

„Ein Exzellenzzentrum für Lebenswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird ein Meilenstein in unserer Wissenschaftslandschaft. Die Mainzer Universität zählt bereits heute zu den forschungsstarken Hochschulen in Deutschland mit immerhin elf Sonderforschungsbereichen, davon alleine fünf im Bereich der Lebenswissenschaften. Diese Rolle wird durch die großzügige Unterstützung der Boehringer Ingelheim Stiftung, für die auch ich sehr dankbar bin, nachhaltig gestärkt“, ist Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, überzeugt.

Für Dr. Dr. Andreas Barner, Sprecher der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim ist die Initiative eine Chance für den Wissenschaftsstandort Mainz: Mit dem geplanten Exzellenzzentrum kann der Wissenschaftsstandort Mainz sein Profil weiter schärfen und ein hochattraktives wissenschaftliches Umfeld für neu zu rekrutierende Wissenschaftler bieten.

Struktur und Organisation des Exzellenzzentrums für Lebenswissenschaften

Während die Boehringer Ingelheim Stiftung über einen Zeitraum von zehn Jahren mit 100 Millionen Euro den gesamten Betrieb des Exzellenzzentrums sichert, trägt das Land Rheinland-Pfalz die Kosten von ca. 30 Millionen Euro für den notwendigen Neubau eines hochmodernen Forschungsgebäudes mit rund 6000 Quadratmetern Hauptnutzfläche. Der Bau wird in zwei Abschnitten errichtet; die Planungen für den ersten Bauabschnitt sehen vor, dass dieser zum 1. Januar 2011 bezugsfertig ist. Das Exzellenzzentrum wird voraussichtlich als rechtlich selbstständige gemeinnützige GmbH (gGmbH) durch die Johannes Gutenberg-Universität gegründet und von ihr verwaltet. Universität und Stiftung wollen zunächst zwei oder drei international ausgewiesene Wissenschaftler gewinnen, die den Aufbau des Zentrums prägen und „international hervorragende Nachwuchswissenschaftler nach Mainz ziehen können“, so Otto Boehringer. Geplant sind bis zu drei wissenschaftliche Abteilungen mit jeweils einer Direktorin bzw. einem Direktor und bis zu sechs eigenständige wissenschaftliche Nachwuchsgruppen. Die Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher sollen als Professorinnen und Professoren bzw. Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren der Universität Mainz berufen und für ihre Institutsarbeit beurlaubt werden können. Die Rekrutierung international ausgewiesener Gründungsdirektoren soll nach dem sogenannten „Harnack-Prinzip“ erfolgen. Demnach werden internationale Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler identifiziert, die anschließend die konkreten wissenschaftlichen Schwerpunkte und Themen ihrer Arbeit bestimmen, beste Arbeitsbedingungen erhalten und freie Hand bei der Auswahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Die Errichtung des Exzellenzzentrums geht mit der Schaffung von rund 100 neuen Arbeitsplätzen im wissenschaftlichen und im nichtwissenschaftlichen Bereich einher.

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