English China

23.09.2026

Multipunkt-Temperaturerfassung in der industriellen Prozessüberwachung

In modernen industriellen Fertigungsprozessen ist die präzise Überwachung thermischer Abläufe ein kritischer Faktor für Produktqualität, Anlagensicherheit und Energieeffizienz. Ob in der Gießereitechnik, der Kunststoffverarbeitung oder bei der thermischen Instandhaltung: In vielen Anwendungen reicht die Erfassung der Temperatur an einem einzelnen Messpunkt nicht mehr aus, um komplexe thermische Dynamiken vollständig zu verstehen. Erst durch eine synchrone Multipunkt-Messung lassen sich Prozessparameter gezielt optimieren und Ausschussquoten nachhaltig senken.

Bei der Verarbeitung von Thermoplasten und Reaktivharzen im Spritzguss entscheidet das Erstarrungs- und Abkühlverhalten maßgeblich über die Maßhaltigkeit und die mechanischen Eigenschaften des Endprodukts. Ungleichmäßige Temperaturverteilungen im Werkzeug führen hierbei schnell zu Verzug, Eigenspannungen oder Lunkern im Bauteil, während sich gleichzeitig die Zykluszeiten unnötig verlängern. Eine mehrkanalige Temperaturerfassung an kritischen Kontur- und Kühlkanalbereichen ermöglicht hingegen die präzise Abstimmung der Temperierung und verkürzt die Prozesszeiten unter Wahrung höchster Qualitätsstandards.

Auch in der Gießereitechnik und der Metallverarbeitung sind genaue Temperatur-Zeit-Profile unerlässlich. Beim Gießen sowie bei anschließenden Wärmebehandlungen wie dem Härten oder Anlassen führt ein zu schnelles Abkühlen zu Rissbildungen, während ein zu langsames Abkühlen unerwünschte Gefügeänderungen nach sich zieht. Durch den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Temperatursensoren entlang des Bauteils oder im Ofeninnenraum wird das Temperaturprofil lückenlos dokumentiert und die Einhaltung der geforderten Parameter garantiert. Darüber hinaus spielt die Multipunkt-Messung eine zentrale Rolle in der vorausschauenden Instandhaltung, da sich mechanische Schäden an Lagern, Getrieben, Motoren oder Schaltschränken häufig durch lokale Erwärmungen ankündigen. Die parallele Überwachung mehrerer Segmente erlaubt es, kritische Hotspots im laufenden Betrieb frühzeitig zu identifizieren und ungeplante Stillstandzeiten durch rechtzeitige Wartung zu vermeiden.

Für diese anspruchsvollen Aufgaben der industriellen Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle stellt der 12-Kanal-Temperatur-Datenlogger PCE-T 1220 eine hochflexible und leistungsfähige Lösung dar. Mit seinen 12 unabhängigen Eingängen für verschiedenste Thermoelement-Typen ermöglicht das Gerät die simultane Überwachung von bis zu 12 kritischen Messstellen an komplexen Werkzeugen, Öfen oder Maschinen, ohne dass ein zeitaufwendiges Umstecken der Sensorik erforderlich ist. Der PCE-T 1220 deckt dabei ein breites Anwendungsspektrum ab, das von Tieftemperaturprozessen bis hin zu extremen Ofentemperaturen im Metallguss reicht. Durch die synchrone Erfassung aller Kanäle in Echtzeit lassen sich Temperaturdifferenzen und ungewollte Hotspots innerhalb eines Systems auf einen Blick feststellen. Die übersichtliche Darstellung auf dem Display sowie die lückenlose Datenspeicherung auf einer SD-Karte machen den PCE-T 1220 zum idealen Werkzeug, um komplexe thermische Abläufe in Entwicklung, Produktion und Instandhaltung präzise zu analysieren und dauerhaft abzusichern.

Weitere Informationen unter:
https://www.pce-instruments.com/deutsch/messtechnik/messgeraete-fuer-alle-parameter/temperaturmessgeraet-kat_11126.htm