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Risikominimierung und Schlussfolgerungen
Zur Vermeidung von Fehlern beim Liquid-Handling müssen Laboratorien regelmäßig Kalibrierungen und Überprüfungen von Präzision und Richtigkeit der Volumentransfers durchführen und fehlerhafte Systeme umgehend identifizieren. Die Prüfmethode sollte standardisiert, schnell und einfach zu implementieren sein, um Ausfallzeiten sowie erforderliche Betriebsmittel auf ein Minimum zu reduzieren.
Kommerziell erhältlich ist gegenwärtig nur eine Plattform, die standardisiert ist und diese Anforderungen erfüllt [3–7].
Die Richtigkeit und Präzision der von jeder Spitze übertragenen Volumina sollte zwischen allen Geräten verglichen werden, die innerhalb eines Testlaufs eingesetzt werden, oder die an verschiedenen Standorten gleiche Assays oder Assayaufgaben erfüllen. Eine solche standardisierte Volumenprüfmethode sollte außerdem die Arbeitsabläufe eines Liquid-Handling-Systems transparent machen, um Qualitätskontrolle, Verlaufsmuster, diagnostische Fehlerbehebung, Methodentransfer, Mitarbeiterschulung, sowie den direkten Vergleich der Systemvalidierungen zwischen Hersteller und Anwender zu ermöglichen. Mit der zunehmenden Bedeutung der Prozesskontrolle in Laboratorien sollte die Implementierung einer verlässlichen und belastbaren Volumenprüfmethode einhergehen.
Die regelmäßige Überprüfung von Volumina ist eine unverzichtbare Aufgabe in allen Laboratorien, die Liquid-Handling-Systeme – egal ob automatisiert oder manuell – verwenden. Je häufiger Systemprüfungen durchgeführt werden, desto früher können schadhafte Geräte erkannt, instand gesetzt und wieder zum Einsatz gebracht werden.
Dies stellt sicher, dass die Leistung von Liquid-Handling-Systemen optimiert wird und die gewünschten Zielvolumina in allen Phasen des Assays exakt abgegeben werden. Die analytische Integrität des Gesamtprozesses wird damit gewahrt und durch die Vermeidung von Fehlern werden letztendlich auch die wirtschaftlichen Folgekosten reduziert.
Literatur
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[2] Vaccaro, W. Minimizing Liquid Delivery Risk: Operators as Sources of Error. Am. Lab. News 2007, 39 (17), 16-17.
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* Dr. K. J. Albert und Dr. A. B. Carle: Artel, Westbrook/USA
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