Polymerkapseln, die sich selbst entsorgen (Wissenschaftsbild des Tages)
Menschen werden mit instinktiven Angstreaktionen geboren, wie der Reaktion auf laute Geräusche oder schnell näherkommende Objekte. Dr. Sara Mederos hat mit ihrem Team Sainsbury Wellcome Centre untersucht, wie wir diese instinktiven Reaktionen durch Erfahrung überschreiben können. Die Studie zeigt, wie das Gehirn lernt, auf harmlose Bedrohungen ruhig zu reagieren.
Durch Experimente an Mäusen entdeckte das Forschungsteam, dass eine bestimmte Gehirnregion, der ventrolaterale geniculate Kern (vLGN), eine Schlüsselrolle beim Unterdrücken von Angst spielt. Diese Region speichert Erinnerungen an vergangene Erfahrungen, was hilft, Angst zu überwinden. Die Forschung könnte Hinweise zu neue Behandlungsmöglichkeiten für Angststörungen und Phobien geben.
Das Bild zeigt einen Korpusschnitt des Gehirns, in dem Projektionen aus verschiedenen visuellen Bereichen zum vLGN ziehen. Diese Bahnen sind Teil des Kreises, der als Vermittler der Unterdrückung instinktiver Angstreaktionen identifiziert wurde.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 11.2.2025 (Bild: Sainsbury Wellcome Centre)

