Polymerkapseln, die sich selbst entsorgen (Wissenschaftsbild des Tages)
Ein Metall, das Wärmeausdehnung kalt lässt – Forscher der TU Wien haben auf Basis von Computersimulationen eine Legierung so weit optimiert, dass sie praktisch keine Wärmeausdehnung zeigt (Symbolbild)
Dass sich Metalle mit der Temperatur ausdehnen, ist ein gängiges Phänomen. Der Eiffelturm etwa ist im Sommer um rund 10 bis 15 Zentimeter höher als im Winter. Bei vielen technischen Anwendungen ist dieser Effekt aber unerwünscht.
Eine bereits sehr geringe Wärmeausdehnung zeigt die Legierung Invar aus Eisen und Nickel. Wie sich diese Eigenschaft physikalisch erklären lässt, war bisher aber noch unklar.
Die neuen Simulationen halfen jetzt dabei, den Invar-Effekt zu verstehen, und dadurch einen so genannten Pyrochlor-Magneten zu entwickeln – eine Legierung, die noch bessere Temperatur-Ausdehnungs-Eigenschaften hat als Invar: Über einen Temperaturbereich von über 400 Grad ändert sich ihre Länge pro Grad nur um rund ein Zehntausendstel von einem Prozent. Wäre der Eiffelturm aus diesem Material, würde seine Wärmeausdehnung von Winter zu Sommer nur bei ca. 100 Nanometer liegen, also in der Größenordnung eines Influenza-Virus.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 6.2.2025 (Bild: TU Wien)

