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Ringversuche Ringversuche für die Analyse von Kunststoff-Prüfverfahren

Redakteur: Olaf Spörkel

Am Kunststoff-Institut Lüdenscheid findet 2010 die 9. Ringversuchserie statt. Die Ringversuche dienen zur Überprüfung von Kunststoff-Prüfeinrichtungen und -verfahren.

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Auch das Unternehmen Ticona nutzte 2009 die Ringversuche, um die Genauigkeit ihrer Prüfgeräte zu dokumentieren. (v.l.n.r.: Dr. Thorsten Neidhöfer, Ticona, sowie B. Eng. Thorsten Helbig und Dipl.-Ing. Jens Hündorf vom Kunststoff-Institut Lüdenscheidt; Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheidt)
Auch das Unternehmen Ticona nutzte 2009 die Ringversuche, um die Genauigkeit ihrer Prüfgeräte zu dokumentieren. (v.l.n.r.: Dr. Thorsten Neidhöfer, Ticona, sowie B. Eng. Thorsten Helbig und Dipl.-Ing. Jens Hündorf vom Kunststoff-Institut Lüdenscheidt; Bild: Kunststoff-Institut Lüdenscheidt)
( Archiv: Vogel Business Media )

Lüdenscheid – 2010 wird die Ringversuchsserie am Kunststoff-Institut Lüdenscheid erstmals um den Bereich der Belichtungsprüfungen (VDA 75202 und DIN 75220) erweitert. Standardmäßig werden verschiedene Prüfungen aus den Bereichen der Elastomer- und Folienprüfung angeboten. Darüber hinaus werden mechanische Prüfungen wie Zugversuche und die Ermittlung der Schlagzähigkeit sowie thermoanalytische Prüfungen wie die Ermittlung der Schmelztemperatur und –enthalpie mittels DSC-Analyse in die Untersuchungen einbezogen.

2009 führte das Kunststoff-Institut Lüdenscheid die Ringversuchsserie im Bereich der Kunststoffprüfung und –analytik, sowie Elastomer- und Folienprüfung durch. An der Ringversuchsserie nahmen insgesamt 114 Institute und Firmen aus elf Ländern, z.B. USA, Malaysia, Spanien sowie Dänemark, mit rund 500 Anmeldungen für 50 Verfahren teil. Das Teilnehmerfeld reichte vom Automobil- und Rohstoffhersteller bis hin zum Ingenieurbüro.

Ringversuche für die Analyse von Messeinrichtungen und -methoden

Die seit 2001 vom Kunststoff-Institut jährlich durchgeführten Ringversuche dienen zur Ermittlung und Überprüfung der Genauigkeit von Messeinrichtungen und -methoden. Sie gelten als wichtiges Instrument der externen Qualitätssicherung und sollen die Vergleichbarkeit von Versuchsergebnissen aus Prüfeinrichtungen gewährleisten. Zugleich dokumentieren sie die Leistungsfähigkeit von Prüflaboren.

Aus der statistischen Auswertung der Ringversuchserie werden die Kennwerte Wiederhol- und Vergleichspräzision gewonnen. Die Werte dienen zur Einschätzung der Genauigkeit bzw. Messunsicherheit von Messmethoden. Die Teilnahme an der Ringversuchsreihe ist laut Kunststoff-Institut Lüdenscheid insbesondere Prüfstellen oder Laboratorien zu empfehlen, die nach einem QM-System gemäß ISO 9000 oder DIN EN ISO/IEC 17025 zertifiziert bzw. akkreditiert sind.

Nach Anmeldeschluss werden die Proben den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Nach der Rücksendung der Ergebnisse werden die Abschlussberichte mit den Auswertungen den Unternehmen anonymisiert zur Verfügung gestellt. Nur die jeweils betroffenen Labore erhalten ihre Ergebnisse und können im Zweifelsfall reagieren. Die Durchführung der einzelnen Verfahren setzt eine Teilnehmerzahl von mindestens fünf Laboratorien voraus. Anmeldungen für die Ringversuchserie 2010 werden bis Mitte Februar 2010 entgegengenommen.

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