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Modulbauweise

Roche baut größtes modulares Laborgebäude Europas

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Systemgutachten, die bewährte Stahlmodulbauweise mit ihrer ausgereiften Tragkonstruktion und standardisierte Detaillösungen vereinfachten den weiteren Planungs- und Genehmigungsprozess. Grundlegende Installationsprinzipien wurden „aus dem Lehrbuch“ übernommen. Mit dem enormen Vorteil, dass die Grundtypologie des Bauwerks den beteiligten Firmen auf dem Bau bereits bekannt war und Fehlerquellen damit effektiv vermieden werden konnten. Alho übernahm als Generalplaner die Koordination sämtlicher Gewerke.

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Der Modulbau mit seinen industriellen Fertigungsprozessen brachte bereits in der Planung eine hohe Qualität mit, da die Werks- und Montageplanung – im Gegensatz zu konventionellen Bauweisen – für alle Gewerke bereits vor Produktionsbeginn der Module vorliegen muss. Insbesondere die Positionierung von Versorgungsanlagen, Elektro- und Sanitärinstallationen und Trassenführungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Werksplanung der Module in der Raumfabrik.

Termintreue und kurze Bauzeiten sind Trumpf

Im Alho Werk in Morsbach wurde die Hälfte der insgesamt 186 Raummodule für das insgesamt 11.900 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfassende, siebengeschossige Gebäude industriell vorgefertigt. Die zweite Hälfte entstand im schweizerischen Alho Werk in Wikon (Luzern). Während auf dem Bauplatz das massive Untergeschoss für die technische Gebäudeausstattung, mit Lagerflächen und Garderoben in Stahlbetonbauweise erstellt wurde, gingen in den Herstellerwerken bereits die ersten Module in Produktion.

Und während noch die letzten „vom Band liefen“, wurde bereits vor Ort montiert. Um gerade im Winter mögliche Lieferverzögerungen auszuschließen, erfolgte ein Teil der Modulanlieferung von Bonn nach Kaiseraugst per Schiff über den Rhein. Überhaupt stellte der Transport der bis zu 17 Meter langen und 4,10 m hohen Module auf 29 Meter langen Tiefbett-Sattelaufliegern eine besondere Herausforderung dar. Diese konnte nur mit der jahrzehntelangen Erfahrung des Alho Logistikteams bewerkstelligt werden. Die Parallelität der Fertigungs- und Montageabläufe im Modulbau macht in der Regel Bauzeitverkürzungen um bis zu 70 Prozent möglich.

Abgesehen von den Gründungsarbeiten und dem Zusammensetzen der Module erfolgt der Bau in der Alho Raumfabrik. Dank der Vorfertigung in Hallen hat die Witterung weder Einfluss auf Bauqualität noch auf Bauzeitenplan. Alle Gewerke finden konstant gute Bedingungen vor und lassen sich optimal koordinieren. Diese optimierten Rahmenbedingungen in Kombination mit stetigen werksseitigen Qualitätskontrollen schaffen die Basis für eine hochwertige Bauausführung. So konnte Alho seinem Bauherrn Roche eine feste Terminzusage geben und den Rohbau im Januar – also mitten im Winter – innerhalb von 5 1/2 Wochen fristgerecht fertigstellen.

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