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Modulbauweise Roche baut größtes modulares Laborgebäude Europas

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Das Pharmaunternehmen F. Hoffmann-La Roche (Roche) hat am Standort Basel/Kaiseraugst ein neues Aus- und Weiterbildungszentrum mit modernsten Laborräumen gebaut und eingeweiht. Nur 5 1/2 Wochen dauerte die Rohbauphase des fünfgeschossigen Neubaus in Modulbauweise.

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In kürzester Zeit enstand am Schweizer Roche-Standort Basel/Kaiseraugst in Modulbauweise ein neues Aus- und Weiterbildungszentrum mit 16 Laboren.
In kürzester Zeit enstand am Schweizer Roche-Standort Basel/Kaiseraugst in Modulbauweise ein neues Aus- und Weiterbildungszentrum mit 16 Laboren.
(Bild: F. Hoffmann - La Roche)

Basel/Kaiseraugust, Schweiz – Das Learning Center im schweizerischen Kaiseraugst ist das erste Gebäude, das auf dem weitläufigen Ost-Areal des Pharmakonzerns errichtet wurde. Doch ist es nicht der erste Modulbau, den Roche mit Alho realisiert: Bereits im Jahre 2005 wurden drei dreigeschossige Büroriegel von Alho auf dem Firmengelände erstellt. 2012 folgte das Bürogebäude B228, das aus insgesamt 80 Raummodulen besteht und 200 Arbeitsplätze bereithält.

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Rund 86 Millionen Schweizer Franken hat das Unternehmen in den hochmodernen Neubau mit den innovativen Laborräumen – nebst Erschließung und Infrastruktur, konventionell errichtetem Untergeschoss sowie der baulichen Umsetzung strengster Sicherheitsauflagen – investiert. Nötig wurde das Bauwerk vor allem wegen der Ausweitung der Belegschaft. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Mitarbeiter am Standort um 30 Prozent - und mit ihr auch der Bedarf an Weiterbildungsmöglichkeiten, den das neue Learning Center nun räumlich abdeckt.

Planungs- und Ausführungszeit beträgt nur 13 Monate

Sechzehn Labore – darunter ein Schullabor – sieben Hörsäle, ein E-Learning-Raum, 34 lichtdurchflutete, elegante Büros, geräumige Seminarräume, Werkstatt und Cafeteria, Umkleide- und Duschräume, Technikbereiche und Lagerflächen konnten in nur 13 Monaten Planungs- und Ausführungszeit realisiert werden. Nachträgliche Anpassungen an geänderte Nutzungen sind mit der modularen Bauweise leicht zu realisieren.

Als Generalplaner und Generalunternehmer wurde Alho Systembau in Wikon (Luzern) mit der Realisierung des Projektes beauftragt. Planer, die bereits mit Roche zusammengearbeitet hatten, ergänzten das GP-Team.

Das neue Haus wurde von der ersten Skizze an mit den künftigen Nutzern und Betreibern zusammen entwickelt. Das Ziel „kürzer planer, kürzer bauen“ konnte so qualitativ hochwertig umgesetzt werden – denn genau hier liegt die Stärke der Alho Modulbauweise.

Architekt und Modulbauer gehen Hand in Hand

Im Idealfall, wie hier bei Roche in Kaiseraugst, fällt die Entscheidung für Raummodule bereits sehr früh, so dass Architekten und Modulbauer bereits von Planungsbeginn an Hand in Hand arbeiten können. Die Gesamtkonzeption des wegweisenden „Laborgebäudes für die Lehre und die Weiterbildung“ wurde von einem kleinen Team ausgewiesener Roche-Experten begleitet. Indem bereits Bewährtes übernommen und adaptiert wurde, entstand in einem dreitägigen Workshop die Grundstruktur des gesamten Hauses. Zeitgleich wurde das Konzept mithilfe erfahrener Alho Planungsexperten in modulare Einheiten umgewandelt – der Entwurf also sozusagen in einzelne Module „zerlegt“.

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