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Rund jeder zweite Deutsche hat innerlich gekündigt

| Redakteur: Alexander Stark

In Deutschlands Büros herrscht stiller Frust: Jeweils etwa die Hälfte der Bundesbürger ist mit den aktuellen Arbeitsbedingungen unzufrieden oder möchte in den kommenden zwölf Monaten kündigen.

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Mangelnde Wertschätzung sowie unflexible Arbeitszeiten machen viele Arbeitnehmer unzufrieden.
Mangelnde Wertschätzung sowie unflexible Arbeitszeiten machen viele Arbeitnehmer unzufrieden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Frankfurt – 47 % der Bundesbürger würden ihren Job in den kommenden zwölf Monaten wechseln. Weitere 5 % haben zwar innerlich gekündigt, können allerdings aus persönlichen Gründen ihren derzeitigen Arbeitsplatz nicht aufgeben. Die meisten davon erhoffen sich eine bessere Bezahlung, viele wünschen sich aber auch mehr Anerkennung für ihre Leistung. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie, für die im Auftrag der Manpower Group 1004 Bundesbürger befragt wurden.

48 % halten ihr derzeitiges Gehalt zwar für fair, trotzdem wäre eine bessere Bezahlung Motivation für einen Jobwechsel, heißt es in der Studie. 19 % sind auf der Suche nach einer Position mit besserer Bezahlung – in den Vorjahren waren es allerdings noch 22 beziehungsweise 23 %. Geld allein genüge nicht für Zufriedenheit im Berufsleben.

Wichtig sei Lob und Wertschätzung der Arbeit. Zweithäufigster Grund für die geplante Kündigung ist mangelnde Anerkennung. 15 % der Deutschen haben das Gefühl, ihre Leistungen würden nicht ausreichend wahrgenommen und möchten daher den Job wechseln. Das Lob vom Chef bleibt oft aus. Weitere zehn Prozent kommen aus verschiedenen Gründen nicht mit ihren Vorgesetzten klar. Diese Differenzen wirken sich auf die Stimmung im Team aus. Schlechtes Arbeitsklima veranlasst wiederum jeden zehnten Beschäftigten, sich nach einer neuen Stelle umzuschauen.

Starre Arbeitszeiten und zu wenig Karriereoptionen

11 % würden ihr aktuelles Unternehmen gern wegen unflexibler oder zu langer Arbeitszeiten verlassen. Schließlich werden in 63 % der Firmen keine flexiblen Arbeitszeitmodelle angeboten. In 79 % der Fälle ist Homeoffice nicht möglich. Die Möglichkeit, den Joballtag an das Privatleben anzupassen, ist vor allem für Mitarbeiter mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen relevant. Doch 68 % der Mitarbeiter bescheinigen ihren Unternehmen nur wenig Familienfreundlichkeit.

Unzufriedenheit herrscht auch über die internen Entwicklungsmöglichkeiten. Nur in 17 % der Firmen wird Karriere aktiv gefördert und nur bei 13 % ist es problemlos möglich, innerhalb des Unternehmens in eine gleichrangige Position zu wechseln.

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