Interview Schlaganfall: Auf dem Weg zum Point-of-care-Test für individuelle Prognoseabschätzung
Anbieter zum Thema
Ein Schlaganfall ist immer ein medizinischer Notfall. Doch trotz vergleichbarer Ausgangslage entwickeln manche Patienten schwerste Verläufe, während sich andere nach der Therapie umfassend erholen. Grund scheint eine verheerende Immunreaktion direkt im betroffenen Gehirnareal zu sein. Forschende konnten jüngst einen Biomarker für diese Reaktion identifizieren, den sie für die Entwicklung eines Point-of-care-Tests nutzen wollen.
Herr Dr. Kollikowski, was ist ein ischämischer Schlaganfall, und wie wird er behandelt?
PD Dr. med. Alexander M. Kollikowski: Ein ischämischer Schlaganfall ist die häufigste Form des Schlaganfalls. Er entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn zumeist durch ein Blutgerinnsel blockiert wird. Durch die plötzliche Unterbrechung des Blutflusses werden im Gehirn eine Reihe schädlicher Prozesse ausgelöst: Die Energieversorgung der Zellen bricht zusammen, es entsteht oxidativer Stress, Botenstoffe werden in schädlicher Menge freigesetzt, elektrische Entladungen breiten sich aus und Entzündungsreaktionen setzen ein. Diese Kaskade führt rasch zu Gewebeschädigung und kann schwere neurologische Ausfälle wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Bewusstseinsverlust bis hin zum Tod verursachen.
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich und lesen Sie weiter
Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie registriert sein. Die kostenlose Registrierung bietet Ihnen Zugang zu exklusiven Fachinformationen.
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen

