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PCR Schnelle In-Vitro-Diagnostik des H1N1-Virus mittels PCR

Autor / Redakteur: Melanie Trenkmann*, Elmara Graser*, Stephan Robst*, Timo Hillebrand*, Alexander Berka* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mit den meisten Diagnose-Verfahren für eine Infektion mit saisonaler Influenza lässt sich nur allgemein eine Infektion mit Influenza A nachweisen. In Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut (Centre for Biological Safety (ZBS1) AG Prof. M. Niedrig (Pranav Patel)) hat Analytik Jena nun ein Komplettsystem zum Nachweis des neuen „Schweinegrippe“-A/H1N1-Virus entwickelt, das zuverlässige Ergebnisse in sehr kurzer Zeit ermöglicht. Zudem ist der neue PCR-basierte Assay für die In-Vitro-Diagnostik zertifiziert.

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Abb. 1: Koloriertes, elektronenmikroskopisches Bild einiger Influenza-A/H1N1-Viren [5].
Abb. 1: Koloriertes, elektronenmikroskopisches Bild einiger Influenza-A/H1N1-Viren [5].
( Bild: Analytik Jena )

Obwohl gerade Länder der nördlichen Hemisphäre in den letzten Wochen eine sinkende Aktivität des pandemischen A/H1N1-Virus feststellen, bleibt dieser weiterhin der vorherrschend zirkulierende Influenza-Virus in allen Ländern die entsprechende Infektionen verzeichnen [1]. Mit den meisten üblichen Diagnose-Verfahren für eine akute Infektion mit saisonaler Influenza kann nur allgemein eine Infektion mit Influenza A nachgewiesen werden [2]. Somit ist eine schnelle Reaktion zur Entwicklung angepasster und vor allem spezifischer Methoden enorm wichtig. In Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut (RKI)/Centre for Biological Safety (ZBS1) AG Prof. M. Niedrig (Pranav Patel) hat Analytik Jena ein Komplettsystem zum Nachweis des neuen A/H1N1-Virus entwickelt, welches zuverlässige Ergebnisse in nur drei bis vier Stunden ermöglicht und für die In-Vitro-Diagnostik zertifiziert (CE-IVD) ist.

Pandemische Influenza A/H1N1

Influenza, auch Grippe genannt, ist eine seit Jahrhunderten bekannte, akute Infektionskrankheit des Menschen. Weltweit werden besonders im Winterhalbjahr regelmäßig entsprechende Erkrankungsfälle unterschiedlicher Häufigkeit registriert [2]. Am 11. Juni 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen des Auftretens der neuen Influenza A/H1N1 das erste Mal seit dem Jahr 1968 wieder die Pandemie ausgerufen [3]. Die neue pandemische Grippe wird durch einen bislang unbekannten Virusstamm des Subtyps A/H1N1 (s. Abb. 1) verursacht, der zwar nicht neu ist, aber einen sehr großen genetischen Unterschied zu den bisher aufgetretenen, saisonalen A/H1N1-Viren aufweist [3, 4]. Der Subtyp entstand über einen jahrelang andauernden Zeitraum durch mehrere Reassortments und beinhaltet Elemente aus aviären, eurasischen Schwei-ne-, nordamerikanischen Schweine- und menschlichen Influenzaviren [3].

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Schnelle A/H1N1-Detektion

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) ist eine A/H1N1-Diagnostik für eine therapeutische Entscheidung nur dann relevant, wenn das Ergebnis innerhalb kurzer Zeit zur Verfügung steht. Weiterhin ist sowohl bezüglich der Sensitivität als auch der Spezifität die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) anderen Methoden deutlich überlegen [3]. Mit dem rapidSTRIPE H1N1 Assay – KF von Analytik Jena, steht nun eine In-Vitro-diagnostische Plattform für die extrem schnelle, effiziente und hochspezifische Detektion des Influenza-A-Subtyps H1N1 zur Verfügung. Hierbei kombiniert die modulare Struktur des Detektionssystems alle Schritte der molekularen Diagnostik bestehend aus:

  • Isolierung der Virus RNA,
  • RT-PCR,
  • cDNA Amplifizierung (PCR),
  • Detektion der PCR-Produkte.

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