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Krebstherapie

Schnellere Antwort – Tumorzellen als Richtschnur für die Krebstherapie

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Die auf diese Weise in großer Reinheit isolierten Einzelzellen lassen sich auf genetische Mutationen hin untersuchen. Denn Tumorzellen können genetisch durchaus heterogen sein. Ihre genaue Charakterisierung hinsichtlich Struktur, Reifegrad und Wachstumsgeschwindigkeit ist eine wichtige Voraussetzung, um sie gezielt und effektiv medizinisch zu bekämpfen.

Es ist jedoch nicht notwendig, mit dem Wirksamkeitsnachweis zu warten, bis sich die Medikamente im Körper des Patienten befinden. Schon im Vorfeld lässt sich im Labor anhand einer einfachen Blutprobe testen, welche Zytostatika den höchsten Wirkungsgrad gegen die zirkulierenden Tumorzellen besitzen. Da das entnommene Patientenblut homogen und daher, im Gegensatz etwa zur Probebiopsie, eine repräsentative Stichprobe darstellt, kommen die Mediziner mit dieser In-vitro-Testung ihrem Ziel einer präzisen, personalisierten Therapie einen weiteren wichtigen Schritt näher.

Rezidive noch vor ihrer Entstehung erkennen

Für den Patienten bietet sich hier also eine schonende und schmerzfreie Methode, die mit nur rund 15 ml Blut innerhalb von wenigen Tagen die Möglichkeiten der ärztlichen Diagnose deutlich erweitert. Wurde das Präparat mit der höchsten Wirkungswahrscheinlichkeit für die Chemotherapie ausgewählt und dessen tatsächliche Wirksamkeit nachgewiesen, ist der Patient im besten Fall vollständig befreit von aktiven malignen Tumorzellen. Diesem Frieden ist aber nicht immer zu trauen. So genannte schlafende Tumorzellen können inaktiv über längere Zeit hinweg im Blut zirkulieren. In dieser Latenzperiode sind sie in einem Zustand, der sie für die körpereigene Abwehr unsichtbar macht. Beginnen diese Zellen jedoch wieder mit der Zellteilung, droht dem Patienten ein Rückfall – sprich: die Bildung eines Rezidivs. Daher ist eine Überwachung des Blutbilds angeraten. Denn durch die präzise Registrierung der Zellzahl lassen sich Monate im Voraus Zellteilungsaktivitäten hochsignifikant plausibel abbilden.

Maintrac hat sich im Einsatz in der Praxis vielfach bewährt, was auch zum wachsenden internationalen Interesse an dem Verfahren beiträgt. Darüber hinaus erfüllt es die strengen Kriterien, die an medizinische Verfahren gestellt werden: Es quantifiziert die im Blut zirkulierenden Zellen aus soliden Tumoren nahezu verlustfrei, ist hoch reproduzierbar und wurde nach DIN EN ISO 15189 bereits mehrfach erfolgreich für Europa auditiert und akkreditiert. Zudem wurden Forschungsergbnisse nach dieser Methode bereits weltweit publiziert.

Gewissheit als Faktor für die Lebensqualität

Die Genesung von einer Krebserkrankung ist ein höchst individueller Prozess, der die Betroffenen in vielerlei Hinsicht fordert. Auch wenn dank moderner medizinischer Methoden seit Jahren die Rate der tödlich verlaufenden Krebserkrankungen zurückgeht, bleibt große Ungewissheit für den Einzelnen. Die meisten Patienten überdenken in dieser Situation ihre Lebensweise und informieren sich über verschiedene Therapiemöglichkeiten. Den persönlich richtigen, stimmigen Weg zu finden, ist meist ein längerer Prozess. Wenn moderne Diagnostik-Verfahren dazu beitragen können, vielen Patienten Gewissheit über die Wirksamkeit ihrer Therapien, mehr Sicherheit bei Prognosen und eine zuverlässige Überwachung des Status quo zu geben, ist dies ein wichtiger Schritt. Denn es bedeutet, Heilungschancen zu verbessern, Angst und Unsicherheit zu reduzieren und damit Lebensqualität in einer schwierigen Belastungssituation zu fördern.

* Dr. U. Pachmann: SIMFO Spezielle Immunologie Forschung & Entwicklung GmbH, 95448 Bayreuth

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