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So lassen sich „Alltagsprobleme“ in Laboren vermeiden

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Analysefehler zu spät erkennen

Laborfehler können ein Frühwarnsystem darstellen. Während viele Labore im Nachhinein Fehler beheben, konzentrieren sich intelligente Labore auf das Vorhersagen und die Vermeidung von Qualitätssicherungs-/Qualitätskontrollprobleme überdeckenden Fehlern. Aber mit Analysten, die Hunderte von Tests pro Woche ausführen – wobei viele noch Papier-Streumaßblätter verwenden –, ist das mitunter fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Heute wenden immer mehr Labore eine statistische Qualitätskontrolle (statistical quality control, SQC) an. Das Samplemanager LIMS beispielsweise besitzt diese Funktionalität, wodurch Techniker einen Nichtkonformitätsverlauf erkennen können, bevor vorab definierte Schwellenwerte erreicht werden. Hierdurch erhalten Labore eine auf statistischen Algorithmen beruhende Überwachung in Echtzeit: Labore beobachten Datentrends während der Ausführung der Analyse und nicht erst Wochen später.

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Ein einziger unentdeckter Fehler kann infolge von Produktivitätsverlust, Produktrückruf, Verschwendung von Verbrauchsmaterialien und – was noch viel schlimmer ist – kontaminierten Chargen, die den Verbrauchern schaden, immense Kosten verursachen. Kleinere Fehler zu finden, sobald diese auftreten kann den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust bedeuten. Menschen alleine verfügen nicht über diese analytische Rigorosität. Eine LIMS-fähige Standardarbeitsanweisung (standard operating procedure, SOP) kann dies jedoch per Stichprobenkontrolle der Daten in bestimmten Zeitabständen gewährleisten.

Nicht einheitliche Verfahren

Für Labore stellt die inkonsistente Anwendung von Verfahren, selbst wenn einige „innovative Behelfslösungen“ eine Zeitersparnis versprechen, ein Risiko dar. In einem Labor ist Platz für Innovationen nur dann, wenn sie auf der Grundlage präziser SOPs eingeführt werden.

Elektronische SOPs (ESOPs) dienen dem Labor zur Abwehr von Risiken und durch inkonsistente Verfahren verursachte unvermeidliche Produktivitätssenkungen. Durch die in Samplemanager LIMS definierten ESOPs entsteht ein strikter Arbeitsfluss mit klar definierten technischen Abhilfemaßnahmen, der Einheitlichkeit und die Einhaltung des Protokolls gewährleistet. Dieser Arbeitsfluss hilft, unbeabsichtigte Fehler zu vermeiden.

Bei der Entwicklung von ESOPs sind vier Aspekte wichtig: Gründlichkeit, Standardisierung, Verteilung und Compliance. Unter anderem die Leistungsfähigkeit und Vertretbarkeit eines Labors hängen davon ab, wie erfolgreich diese Aspekte in einem Labor behandelt werden. Durch die einfachere und effizientere Verwaltung von SOPs mithilfe eines LIMS wird neben der Produktivität des Labores auch die Compliance mit ISO 17025 und anderen Anforderungen unterstützt.

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