Herstellerunabhängig lassen sich mit Labvision vorhandene Laborgeräte zu einem automatisierten Versuchsaufbau orchestrieren und Ergebnisse dokumentieren. Die neue Version bietet mit aktualisiertem OPC UA-Modul und Sprachsteuerung zahlreiche Effizienzsteigerungen.
Die Erweiterung von Labvision um die Sprachsteuerung erleichtert die Bedienung.
(Bild: Hitec Zang)
In modernen Laboren steigt der Druck, mehr Versuche in kürzerer Zeit durchzuführen – bei gleichzeitig lückenloser Dokumentation und hoher Datenqualität. Dokumentationsaufwände, heterogene Gerätewelten und Schnittstellenbrüche zwischen Laborautomation und IT-Systemen kosten Zeit und Nerven. Besonders deutlich zeigt sich das etwa im Abzug: Mitarbeitende arbeiten mit doppelten Handschuhen, müssen aber regelmäßig Maus und Tastatur bedienen, um Messungen zu dokumentieren oder Berichte zu ergänzen.
In den Versionen der Automatisierungssoftware Labvision ab 2025.13 hat Hitec Zang diese Hürden adressiert. So steht nun eine integrierte Sprachsteuerung für das Modul „Report“ zur Verfügung, die zentrale Dokumentationsfunktionen per Sprache bedienbar macht. Zudem ergänzt der neue OPC UA Server-Baustein die Software um eine leistungsfähige, standardisierte Schnittstelle für den Datenaustausch mit übergeordneten Systemen wie SCADA, MES oder IT/Cloud.
Zentrale Plattform für Laborautomation und Dokumentation
Labvision wird in vielen F&E-, Pilot- und produktionsnahen Laboren als modulare Plattform für Automatisierung, Prozesssteuerung und Datenprotokollierung eingesetzt. Anwender überwachen und regeln damit Prozesse, erfassen Messwerte und Statusinformationen und erstellen Berichte aus dem integrierten System heraus. Ziel ist eine durchgängige Dokumentation vom einzelnen Versuchsansatz bis hin zur langfristigen Datenhistorie – und zugleich eine sichere Bedienung und reproduzierbare Ergebnisse im Laboralltag. Vor diesem Hintergrund setzt Hitec Zang bei Weiterentwicklungen sowohl auf funktionale Automatisierungsfeatures als auch auf Aspekte wie Interoperabilität, Standardisierung und Usability.
Sprachsteuerung – Hände frei für das Experiment
Ein häufiges Szenario im Labor ist die Arbeit im Abzug oder mit persönlicher Schutzausrüstung, bei der das Ablegen von Handschuhen aus Sicherheits- oder Hygienegründen nicht praktikabel ist. Trotzdem müssen Versuche dokumentiert, Aufzeichnungen gesteuert und Kommentare hinterlegt werden. Hier setzt die neue Sprachsteuerung im Labvision‑Modul Report an.
Die Sprachsteuerung ermöglicht es, zentrale Funktionen der Versuchsaufzeichnung per Spracheingabe zu bedienen. Dazu gehören insbesondere:
Starten, Pausieren und Stoppen der aktuellen Aufzeichnung im Easy Logger
Eingeben von Kommentaren mit oder ohne Symbole direkt in den Bericht
Öffnen des Report‑Moduls sowie Anzeigen von Report‑Seiten per Sprachbefehl
Damit können Anwender zum Beispiel im Abzug eine Aufzeichnung starten oder einen Kommentar zu einem Prozessereignis hinterlegen, ohne Maus oder Tastatur zu benutzen und ohne ihre Schutzausrüstung abzulegen. Die Interaktion erfolgt über die Spracheingabefunktion von Windows.
Technisch setzt die Laborlösung auf die in Windows 11 integrierte Spracheingabe auf. Voraussetzung für den Einsatz der Labvision‑Sprachsteuerung ist daher ein System mit Windows 11 und aktivierter Spracheingabefunktion. Die eigentliche Zuordnung der Sprachbefehle zu den Report‑Funktionen erfolgt innerhalb der Automatisierungssoftware. Weitere Features und Anwendungsmöglichkeiten für die Sprachsteuerung sind bereits in Entwicklung, Anwenderfeedback fließt in die Priorisierung ein.
Neuer OPC UA Server‑Baustein: Standardisierte Datendrehscheibe
Parallel zur Verbesserung der Usability im Labor wurde in Labvision 2025.13 die Integration in die übergeordnete Automatisierungs- und IT-Landschaft ausgebaut. Kernstück ist ein neuer OPC UA Server‑Baustein, der Prozessdaten, Messwerte und Statusinformationen aus der Automatisierungssoftware standardisiert für andere Systeme bereitstellt. Damit unterstützt Labvision typische Digitalisierungsziele wie durchgängige Datenflüsse, Systemintegration und Traceability.
OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture) ist ein herstellerunabhängiger Industriestandard für den sicheren, strukturierten Datenaustausch. Er ermöglicht Interoperabilität zwischen Systemen verschiedener Hersteller und bietet integrierte Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung und Authentifizierung. Durch sein skalierbares Informationsmodell eignet sich OPC UA sowohl für kleinere Laboranlagen als auch für umfassende Leitsystemarchitekturen und erleichtert die Anbindung an SCADA‑, MES‑ und IT/Cloud‑Lösungen.
Der neue OPC UA Server‑Baustein in LabVision bringt gegenüber der bisherigen Implementierung mehrere Weiterentwicklungen:
Keine Begrenzung der Kontakt-Anzahl: Anwender sind bei der Anzahl der Tags/Datenpunkte nicht mehr limitiert und können komplexe Anlagen mit großen Datenpunktstrukturen und mehreren Clients abbilden.
Vereinfachte Bedienung: Mit wenigen Klicks lassen sich alle relevanten Datenpunkte aus Labvision per OPC UA veröffentlichen, was das Engineering vereinfacht und die Inbetriebnahme beschleunigt.
Vollautomatische Updates: Änderungen an Datenpunkten – inklusive Kommentar, Kennung und weiteren Metadaten – werden automatisch in das OPC UA‑Modell übernommen, was Wartbarkeit und Nachvollziehbarkeit verbessert.
Der neue Baustein ist in der Automatisierungssoftware unter „Definieren / Spezielle Objekte“ zu finden. Für Bestandsanlagen bleibt der bisherige OPC UA‑Baustein weiterhin verfügbar: Er wurde in „Legacy OPC UA Server“ umbenannt und funktioniert unverändert weiter, sodass bestehende Installationen stabil bleiben und zeitlich flexibel migriert werden können.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Zusammenfassung
Mit der Einführung der Sprachsteuerung in „Labvision Report“ und des neuen OPC UA Server‑Bausteins treibt Hitec Zang die Digitalisierung und Vernetzung im Labor voran. Während die Sprachsteuerung vor allem die Sicherheit, Effizienz und Ergonomie in der täglichen Laborarbeit verbessert, schafft der OPC UA‑Baustein die Basis für eine durchgängige, standardkonforme Integration in übergeordnete Automatisierungs- und IT‑Systeme.
Die Experten von Hitec Zang unterstützen bei der Auswahl geeigneter Architekturen ebenso wie bei der konkreten Umsetzung – von der Konfiguration des OPC UA Servers in Labvision bis zur Einbindung in bestehende SCADA‑, MES‑ oder Cloud‑Umgebungen.