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Eiweißreiche Lebensmittel aus Bier- und Apfelresten
Pflanzeneiweiß als Fleischersatz der Zukunft

Ein Gastbeitrag von Dr. Thorsten Heinlein, Sales Manager & Marketing Manager, Membrapure GmbH 7 min Lesedauer

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Biertreber, Apfeltrester und bittere Lupinen: Das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie macht aus ungenutzten Reststoffen hochwertige Proteinprodukte. Drei Forschungsprojekte ergründen neue proteinreiche Fleisch- und Käseersatzprodukte und zeigen den Nutzen moderner Aminosäurenanalysatoren für die Lebensmitteltechnologie.

Statt Fleisch oder Käse können pflanzliche Proteine die Ernährung bereichern. Forschungsprojekte nutzen beispielsweise Apfeltrester, um darauf proteinreiche Pilze zu züchten (Symbolbild).(Bild:  KI-generiert / Gemini)
Statt Fleisch oder Käse können pflanzliche Proteine die Ernährung bereichern. Forschungsprojekte nutzen beispielsweise Apfeltrester, um darauf proteinreiche Pilze zu züchten (Symbolbild).
(Bild: KI-generiert / Gemini)

Fast jeder Deutsche hatte schon einmal Leguminosen – viele kommen bereits im frühen Kindesalter damit in Kontakt, doch nur wenige wissen davon. Was problemlos als Bezeichnung eines unangenehmen Hautleidens durchgehen würde, ist der Fachterminus für Hülsenfrüchtler. Dazu gehören so bekannte Vertreter wie Erbsen, Linsen, Bohnen und Soja, aber auch kleinkörnige Sorten, etwa Klee und Luzerne. Diese Gewächse sind in mehrfacher Hinsicht botanische Kraftprotze. Zum einen können die Leguminosen nicht nur CO₂ aus der Luft ziehen, sondern auch Luftstickstoff binden und anreichern. Genau genommen leisten das nicht die Pflanzen selbst, sondern so genannte Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln, die in Symbiose mit der Pflanze leben. Wenn Landwirte in der Fruchtfolge Leguminosen einsetzen, kann dies den Bedarf an stickstoffhaltigem Dünger senken.