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Chemie-Tarifrunde 2015

Streik in der Chemieindustrie in letzter Sekunde abgewendet

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Entgelte

Nach einem Leermonat steigen die Entgelte um 2,8 Prozent, die Gesamtlaufzeit beträgt 17 Monate. Für Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelten Sonderregelungen.

Die Entgelterhöhung tritt regional unterschiedlich in Kraft: In den Tarifbezirken Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Hessen am 1. April; in Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen/Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg und Berlin am 1. Mai; im Saarland und in Nordost am 1. Juni.

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Demografie

Herzstück des Tarifvertragswerks „Demografie und Lebensarbeitszeit“ ist der betriebliche Demografiefonds. Die Arbeitgeber zahlen pro Jahr und Beschäftigten 338 Euro in diesen Topf ein. Ein Abkommen über zusätzliche Beträge läuft Ende des Jahres aus.

Neu vereinbart ist, dass der Demografiebeitrag von 338 Euro in Stufen kräftig und langfristig angehoben wird. Die Arbeitgeber zahlen 2016 550 Euro und 2017 750 Euro in den Fonds ein. Die Aufstockung um insgesamt 412 Euro entspricht einer Entgelterhöhung von rund 0,9 Prozent.

Betriebsräte und Geschäftsführungen entscheiden gemeinsam über die Verwendung der Fondsmittel. Im Vertragswerk sind sechs Möglichkeiten festgelegt: Langzeitkonto, Altersteilzeit, Teilrente, Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, tarifliche Altersvorsorge und lebensphasenorientierte Arbeitszeit („RV 80“). Mit der Aufstockung entstehen neue Gestaltungsspielräume, die die IG BCE vor allem auch für eine bessere Ausstattung der gleitenden Übergänge in den Ruhestand nutzen will.

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