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Kompakte Probenlagerung spart Geld und CO2 bei Freezern
Tief gekühlt und hoch verdichtet

Von Christian Lüttmann 5 min Lesedauer

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Einer der größten Energiefresser im Labor ist der Tiefkühlschrank. Dabei laufen viele Geräte weit unter ihrer möglichen Effizienz – besonders, wenn sie mehr Luft als Proben lagern. Das Konzept des high-density-storage hilft dabei, den Platz optimal zu nutzen. So wird mancher Zukauf obsolet, und es können CO2 und Betriebskosten gespart werden, sowie Stellfläche im Labor.

Abb.1: Stark vereiste Freezer verbrauchen bis zu 50 Prozent mehr Energie. Ein Abtauen spart Strom und damit Kosten. Und das ist nicht der einzige Weg, den Laborfreezer zu optimieren.(Bild:  © mehmet - stock.adobe.com)
Abb.1: Stark vereiste Freezer verbrauchen bis zu 50 Prozent mehr Energie. Ein Abtauen spart Strom und damit Kosten. Und das ist nicht der einzige Weg, den Laborfreezer zu optimieren.
(Bild: © mehmet - stock.adobe.com)

Haben Sie schon einmal von der „Freezer Challenge“ gehört? Dies ist kein neuer Tiktok-Trend, sondern eine Aktion der Non-Profit-Organisationen My Green Lab und dem International Institute for Sustainable Laboratories (I2SL). Hierbei stellen sich Labore aus aller Welt der Herausforderung, die eigenen Tiefkühler effizienter zu nutzen und so Energie und CO2 zu sparen. Dabei geht es um Maßnahmen wie Entfrosten, Reinigen der Filter, Anpassen der Lagertemperatur und Aufräumen der Proben – je nach Zustand des Freezers kann dies eine langwierige Aufgabe sein, scheinen diese Geräte doch wie die meisten Dinge im Leben immer stärker der Entropie zu verfallen und mehr und mehr im Chaos zu versinken.

Positiv umformuliert ergibt sich daraus: Je schlechter der aktuelle Zustand im Freezer ist, desto größer ist das Sparpotenzial und desto mehr lohnt sich der Aufwand, einen neuen Status Quo zu etablieren. Dabei mag die Versuchung groß sein, einfach ein Neugerät zu kaufen, welches typischerweise mit geringerem Stromverbrauch, besserer Dämmung und somit höherer Energieeffizienz daherkommt. Doch nicht nur der hohe Anschaffungspreis schmälert diesen Impuls etwas. Denn das „fit machen“ eines bereits vorhandenen Freezers ist nicht nur preiswerter, es kann sich sogar mehr auszahlen als einen neuen Freezer – mit den alten schlechten Gewohnheiten – zu betreiben. Ein essenzieller Punkt, der vielfach leichtfertig vernachlässigt wird, ist die Auslastung des Lagervolumens im Schrank. Welcher gewaltige Hebel hier für Energie- und Kosteneinsparungen liegt, zeigt die folgende Beispielrechnung.

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