Suchen

LIMS

Titandioxid-Produzent implementiert erfolgreich LIM-System

| Autor/ Redakteur: Thomas Mikolon* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Laborinformations- und Managementsysteme (LIMS) liefern den IT-Rahmen für eine effiziente Prozessplanung und Organisation innerhalb eines oder mehrerer Labore. Die Einführung eines LIMS ist aber ein Prozess, bei dem viele Komponenten beachtet werden müssen.

Firmen zum Thema

Abb. 2: HTML-Oberfläche als Schnittstelle zwischen User und System (Vollbild).
Abb. 2: HTML-Oberfläche als Schnittstelle zwischen User und System (Vollbild).
(Bild: Labware)

[Möchten Sie direkt zum Whitepaper, klicken Sie hier. Für weitere Informationen zum Thema lesen Sie einfach weiter:] Titandioxid wird als Weißpigment bei der Herstellung von Farben, Lacken, Kunststoffen und Papier verwendet. Aufgrund seiner speziellen Eigenschaften kommt Titandioxid außerdem bei der Fertigung von Katalysatoren und elektrokeramischen Teilen zum Einsatz und ist ein wichtiger Rohstoff für die Pharma-, Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie. Das Unternehmen Crenox mit Sitz im Chempark Uerdingen bei Krefeld gehört zu den international führenden Anbietern von Titandioxid-Produkten.

Aus der Historie gewachsen wurden bei Crenox alle Daten, wie Messdaten oder Kennzahlen für das Labor bzw. den Produktionsprozess, in diversen Kleinanwendungen wie Access-DB’s, Excel-Sheets oder interne Softwarelösungen dargestellt. Diese Insellösungen waren etabliert und für die jeweiligen Bereiche passend zugeschnitten. Durch die steigenden internen und externen Anforderungen, wurde eine Anpassung dieser Insellösungen in immer kürzeren Zeitabständen erforderlich und die Transparenz und Akzeptanz dieser Systeme nahm immer weiter ab. Diese zeit- und kostenintensive Vorgehensweise führte zu der Entscheidung, ein Labor-Informations-Management-System im Unternehmen zu implementieren.

Bildergalerie

Die Vision „Einführung eines LIMS-Systems“ hängt weitgehend vom Typ des Labors ab, in dem es implementiert werden soll. Jeder Labortyp ist aufgrund der spezifischen Serviceleistung, bestehend aus chemischen- und physikalischen Prüfungen, auf eine andere Weise organisiert. Die Crenox-Labore beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit der Produktkontrolle, beginnend mit dem Rohstoffeingang über verschiedene Zwischen- und Nebenprodukte bis hin zum Endprodukt. Zusätzlich sollten projektorientierte Aufgaben der Forschung sowie der Anwendungstechnik mit abgebildet werden. Die Qualität der einzelnen Prozessschritte wird 24 Stunden überwacht und wirkungsvoll, zeitnah und verständlich berichtet.

Die Anforderungseckpunkte an das neue System waren:

  • die internationale Präsenz des Anbieters,
  • ein flexibles System, das sich nach den Bedürfnissen modifizieren lässt,
  • ein guter, nationaler Support,
  • hohes Automatisierungspotenzial an übergeordnete Systeme (ERP/PIMS),
  • Anbindung von Analyse-Geräten,
  • Verwaltung von Prüfmethoden und Prüfmitteln sowie ein
  • integriertes Reportingtool (grafisch/tabellarisch).

Entscheidungsgründe für die Firma Labware: Crenox suchte ein „All-Inklusiv-Paket“ aus dem großen LIMS-Angebot. Durch die Festlegung der Anforderungen war die Anzahl der in Frage kommenden Anbieter eingeschränkt. Das System von Labware bot die Individualität, die die Verantwortlichen suchten.

Diese Flexibilität hat zwei Seiten: Die Implementierung wird durch die große Flexibilität am Anfang verzögert, weil die Beteiligten erst einmal eine Lernkurve durchlaufen müssen. Das erworbene, interne Know-how im Laufe des Projektes optimiert und beschleunigt andererseits das weitere Vorgehen und die Planung, sodass die anfängliche Verzögerung vernachlässigt werden kann.

Kauft man ein „Standard-Produkt“, welches in der Anschaffung wesentlich günstiger und am Projektanfang genau passend ist, so ist man bei späteren, erforderlichen Anpassungen und auch bei kleineren Änderungen auf die Ressourcen des Anbieters angewiesen und das verursacht weitere Kosten. Natürlich verursachen interne Ressourcen – sprich LIMS-Administratoren – ebenfalls Kosten, aber die Bündelung von Systemkenntnis und das Wissen der spezifischen Abläufe bringt die erforderliche Flexibilität und damit auch das perfekte Handling und die Akzeptanz der User für das System.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 39276490)