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Septum-Dichtung ohne Elastomeranteil

Vial-Verschlüsse: Dicht und frei von Kontaminanten

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Nachteile solcher „dünnen“ Folien-Septen in Vial-Verschlüsse sind:

  • Nach einmaligem Durchstechen mit der Kanüle einer Mikroliterspritze bekommt das Folien-Septum ein Loch, das sich mangels Elastizität nicht wieder schließt. So kann Lösemittel aus der Probenlösung entweichen. Dadurch verändert sich die Konzentration der Analytlösung und verhindert die Durchführung einer reproduzierbaren Mehrfachinjektion.
  • Durch die geringere Stärke der Septum-Dichtung, muss bei Rollrandverschlüssen das Bördelwerkzeug neu justiert werden.
  • Beim Durchstechen mit der Kanüle können die glatten, dünnen Folien in die Probe gedrückt werden, da bei einer dünnen Folie keine genügend große Vorspannung mit dem Anpressdruck der Kappe erfolgen kann.
  • Auf dem Transportweg können die eingelegten Septum-Dichtungen aus den vormontierten Verschlüssen herausfallen.

Der einzige Vorteil der analytisch reinen, „dünnen“ Folien-Septen ist, dass das Septum nur aus einem Werkstoff besteht und kein Elastomer vorhanden ist, das die Probe verunreinigen kann.

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Vial-Verschlüsse mit Luftpolster im Septum

Vial-Verschlüsse mit dem Zerosept Air-Septum „PTFEvirginal/Air/PTFEvirginal” haben statt eines Elastomers ein Luftpolster. Eine spezielle Fluorpolymer-Lochscheibe wird eingangsseitig und ausgangsseitig mit je einer dünnen PTFE-Folie verbunden, sodass dazwischen ein mit Luft gefüllter Hohlraum entsteht (s. Abb. 2). Der Aufbau des Zerosept-Air-Septums hat folgende Vorteile:

  • Die Dicke des Zerosept-Air-Septums ist analog der eines herkömmlichen Elastomer-Septums. Daher muss bei Rollrandverschlüssen das Bördelwerkzeug nicht neu justiert werden.
  • Durch die feste Verbindung der PTFE-Folien mit der Fluorpolymer-Lochscheibe, fällt das eingelegte Zerosept-Air-Septum auf dem Transportweg nicht aus den vormontierten Verschlüssen und beim Durchstechen mit der Kanüle können die glatten, dünnen Folien nicht mehr in die Probe gedrückt werden.
  • Die Spritzennadel kann beim Durchstechen des Septums kein Elastomermaterial ausstanzen und dadurch die Probe evtl. verunreinigen.
  • Der mit Luft gefüllte Hohlraum und zwei durchstoßene PTFE-Folien reduzieren erheblich das Abdampfen von Lösemittel und die damit einhergehende Konzentrationsänderung der Probelösung im Proben-Vial. Dadurch sind reproduzierbare Bestimmungen aus der gleichen Probe z.B. innerhalb 24 bis 36 Stunden nach der Erst­injektion möglich. (s. Tab. 1).

Gute Dichtigkeit auch bei Mehrfachinjektionen

Das Zerosept-Air-Septum besitzt im Gegensatz zu Folien-Septen eine mit herkömmlichen Septen vergleichbare, ausreichend hohe Dichtigkeit (s. Tabelle 1) und ist für Mehrfachinjektionen geeignet (s. Tabelle 2).

Durch das Luftpolster entspricht das Zerosept-Air-Septum in der Dicke den Elastomer-Septen, sodass Bördelwerkzeuge nicht neu justiert werden müssen und die Dichtungen nicht aus den vormontierten Verschlüssen herausfallen können.

Interessante Alternative für die Spurenanalytik

Zusätzlich beseitigt Zerosept Air für Standard-Vial-Verschlüsse die genannten Nachteile herkömmlicher kaschierter Elastomer-Septen, da keine Elastomeranteile die Probe verunreinigen können. Damit sind sie für die Spurenanalytik hoch interessant. Sie passen, in Kombi­nation mit Standardvials, in alle gängigen GC/ HPLC-Systeme und lassen sich in der magnetischen Version auch mit einem Autosampler bewegen.

* W. Zillger: LABC-Labortechnik GmbH, 53773 Hennef

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