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Hochpräzise Widerstandsmesszellen liefern Informationen über den Ionengehalt des Wassers, das aus dem Wasseraufbereitungssystem entnommen wird. Diese Informationen sind besonders wertvoll für Wissenschaftler, die Ionen oder Metalle analysieren. Ein Widerstandswert von 18,2 MΩ·cm bedeutet, dass der Ionengehalt des Reinstwassers nicht signifikant ist (die Gesamtkonzentration an Ionen ist < 1 ppb).
Der Ionengehalt ist besonders bei der Massenspektrometrie wichtig. Ionen können zusammen mit bestimmten organischen Molekülen Addukte bilden und die MS-Datenanalyse erheblich komplizieren. Außerdem kann das Vorliegen von Ionen zu einer Ionenunterdrückung führen und die Signalintensität reduzieren.
TOC-Monitore messen die allgemeine organische Reinheit und zeigen den Grad der organischen Kontamination in ppb (parts per billion) an. Traditionell wird ein niedriger TOC-Gehalt durch UV-Photooxidation erzielt, die den TOC-Gehalt im Reinstwasser auf weniger als 5 ppb reduziert. Das Chromatogramm in Abbildung 1 zeigt einen hohen TOC-Gehalt im Reinstwasser mit resultierenden Fremdpeaks, Interferenzen mit den zu messenden Analyten und einer rauschenden Basislinie. Bei einem hohen TOC-Gehalt ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Interferenzen mit Analyten auftreten oder der Versuch fehlschlägt. Dies führt natürlich zu Zeitverlusten durch Fehlersuche und/oder Wiederholanalysen.
Eine Überwachung sowohl des Widerstandes als auch des TOC-Gehalts liefert wichtige Informationen, die es dem Anwender des Wasseraufbereitungssystems ermöglichen, die Wasserreinheit stets unter Kontrolle zu halten, sodass jegliche Versuchsprobleme mit Gewissheit nicht auf das Wasser zurückzuführen sind.
2 – Gehen Sie vorsichtig mit Reinstwasser um
Der beste erste Schritt für erfolgreiche LC-MS-Analysen ist, nur Wasser der höchsten Qualität zu verwenden. Reinstwasser ist jedoch ein ausgezeichnetes Lösungsmittel. Nachdem es aus dem Wasseraufbereitungssystem entnommen wurde, wird Reinstwasser sehr schnell durch verschiedene Quellen verunreinigt, einschließlich der Laborumgebung und jeglicher Behälter, in denen es aufbewahrt wird. Die Wasserqualität kann auch abnehmen, wenn das Wasseraufbereitungssystem nicht ordnungsgemäß funktioniert. Dieser Aspekt wird separat in Abschnitt 4 behandelt.
Reinstwasser sollte nach Möglichkeit auch nicht gelagert werden. Im Idealfall sollte das Wasser unmittelbar vor der LC-MS-Analyse aus dem Wasseraufbereitungssystem entnommen werden. Im Alltag ist das jedoch nicht unbedingt immer möglich. Falls Reinstwasser für kurze Zeit gelagert werden muss, sind dabei mehrere Faktoren zu berücksichtigen. In erster Linie ist es wichtig, einen für die Anwendung passenden Behälter der besten Qualität zu wählen. Reinstwasser absorbiert nicht nur Verunreinigungen aus der La- borumgebung, sondern auch Ionen und organische Stoffe aus dem Behälter, in dem es aufbewahrt wird. Glasbehälter setzen Ionen frei, die nach einer gewissen Zeit von dem darin aufbewahrten Reinstwasser absorbiert werden. Für LC-MS-Anwender kann eine Kontamination durch Ionen problematisch sein, wenn die Ionen Addukte bilden, die zusätzliche Peaks in Massenspektren erzeugen, die Datenanalyse erschweren und mit den zu messenden Analyten interferieren [2].
Glasbehälter können außerdem organische Stoffe in das Wasser abgeben, jedoch in kleineren Mengen als Plastikbehälter (wie Polyethylenkanister), die Weichmacher abgeben können (s. Abb. 3). Falls Reinstwasser für die LC-MS unbedingt gelagert werden muss, sollte dies in Glasflaschen (vorzugsweise aus Borosilikatglas) und nicht in Plastikbehältern und so kurz wie möglich erfolgen. LC-MS-Anwender sollten auch darauf achten, dass jegliche Behälter (inkl. Kappen), die mit Wasser in Berührung kommen, stets gründlich gereinigt und danach mehrmals mit Reinstwasser gespült werden, um alle Spuren von Verunreinigungen oder Reinigungsmitteln vor dem Gebrauch zu entfernen.
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