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Reinstwasser

Vier Maßnahmen für bessere Wasserqualität in der LC-MS

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4 – Vergessen Sie nicht die Instandhaltung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die ordnungsgemäße und regelmäßige Instandhaltung des Wasseraufbereitungssystems, das die Lebensdauer des Systems verlängert und eine optimale Reinstwasserqualität gewährleistet. Aufbereitungskartuschen, UV-Lampen und Endfilter müssen nach den Empfehlungen des Herstellers ausgewechselt werden. Wasseraufbereitungssysteme zeigen normalerweise Warnmeldungen an, wenn einer dieser Verbrauchsartikel ausgewechselt werden muss. Diese Warnmeldungen sollten niemals ignoriert werden.

Die UHPLC-Chromatogramme (s. Abb. 6) zeigen die Auswirkungen auf frisch erzeugtes Reinstwasser, wenn ein 0,22-µm-Endfilter über seine empfohlene Standzeit hinaus verwendet wird. Das rote Chromatogramm zeigt einen Peak infolge einer potenziellen Kontamination durch Bakterien, die organische Stoffe freisetzen können; das blaue Chromatogramm zeigt eine Reinstwasser-Blindprobe, nachdem der Filter ausgewechselt wurde.

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Bei der Verwendung von Endfiltern muss außerdem berücksichtigt werden, dass Verunreinigungen im Labor an der Endfiltermembran anhaften und Fremdpeaks im Chromatogramm verursachen können. Um dies zu vermeiden, sollten die ersten Liter Reinstwasser, die morgens vor dem täglichen Gebrauch aus dem Wasseraufbereitungssystem entnommen werden, verworfen werden. Fremdpeaks können auch auftreten, wenn die Vorbehandlungskartusche, die der RO-Membran vorgeschaltet ist, nicht rechtzeitig ausgewechselt wird. Aus diesen Gründen ist es äußerst wichtig, das Wasseraufbereitungssystem instand zu halten und Verbrauchsartikel rechtzeitig auszuwechseln.

Zur ordnungsgemäßen Instandhaltung gehört auch eine regelmäßige Kalibrierung der Überwachungsinstrumente im Wasseraufbereitungssystem, wie beispielsweise der Widerstandsmesszellen und des TOC-Monitors. Gut instand gehaltene Monitore erleichtern es den Anwendern von Wasseraufbereitungssystemen, die Widerstands- und TOC-Werte des erzeugten Wassers unter Kontrolle zu halten und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Durch Berücksichtigung der hier aufgeführten Empfehlungen können LC-MS-Anwender viele der wasserbezogenen Probleme von Anfang an vermeiden, die Wasseraufbereitungs- und LC-MS-Systeme beschädigen und Versuche und Analysen beeinträchtigen oder gefährden können.

Dank für die wertvolle Unterstützung

Die Autoren danken ihren Kollegen, insbesondere Dr. Stephan Altmaier, Leiter Application Laboratory HPLC / MS in Advanced Analytics R&D für seine professionelle Unterstützung und Zusammenarbeit, sowie Jeannette Mondou, technische Redakteurin, für ihren wertvollen Beitrag.

Literatur:

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[6] Merck Millipore Compendium, „Solutions for Mass Spectrometry“ 13, (2014).

* A. Khvataeva-Domanov, S. Mabic: Millipore S.A.S., Lab Solutions, Lab Water, 78280 Guyancourt, Frankreich

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