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Stärken-Schwächen-Analyse Warum Ihre vermeintlichen Schwächen eigentlich Ihre Stärken sind

| Autor / Redakteur: Frank Rebmann / Matthias Back

Viele Menschen beklagen sich ihr Leben lang über ihre „Schwächen“ und versuchen diese zu bewältigen – doch das gelingt ihnen meist nicht. Ein Grund dafür ist, dass sich hinter vielen unserer sogenannten Schwächen eigentlich Stärken verbergen.

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Woran das liegt, dass wir uns – beruflich und privat – meist vorwiegend auf unsere Schwächen statt Stärken konzentrieren? Weil wir Vieles, was wir gut machen und können, als selbstverständlich erachten.
Woran das liegt, dass wir uns – beruflich und privat – meist vorwiegend auf unsere Schwächen statt Stärken konzentrieren? Weil wir Vieles, was wir gut machen und können, als selbstverständlich erachten.
(Bildquelle: Pixabay, CCO Public Domain)

„Ich bin zu perfektionistisch“, „Ich kann mich schwer durchsetzen“, „Ich werde schnell ungeduldig“. Diese Aussagen hören Trainer, Berater und Coaches oft, wenn sie Personen fragen, warum diese mit bestimmten Aufgaben und Situationen Probleme haben. Stärken? Fehlanzeige!

Die Befragten listen dann detailliert ihre vermeintlichen Schwächen auf, sodass man den Eindruck gewinnen könnte, sie haben nur „Schwächen“. Dabei zeigt sich bei einem gezielten Nachfragen meist schnell: Die betreffenden Personen haben in ihrem Leben schon viele Herausforderungen gemeistert.

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Eine ähnliche Konzentration auf die Schwächen erlebt man häufig, wenn sich Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern zu Entwicklungsgesprächen zusammensetzen. Dann spielen die „Schwächen“ des Mitarbeiters oft eine so große Rolle, dass man sich fragt: Warum hat das Unternehmen dem Mitarbeiter noch nicht gekündigt?

Eine Ursache hierfür ist: Viele Führungskräfte thematisieren in den Entwicklungsgesprächen mit ihren Mitarbeitern vor allem, was in der Vergangenheit nicht optimal lief. Folgenden Punkten wird hingegen wenig bis keine Aufmerksamkeit geschenkt:

  • Was lief gut?
  • Warum lief ist es gut?
  • Welche Kompetenzen zeigte der Mitarbeiter dabei?
  • Wie kann er seine Stärken künftig noch besser entfalten?

Was gut war, wird schnell abgehakt, um anschließend die ganze Aufmerksamkeit auf die Schwächen und Versäumnisse des Mitarbeiters zu richten.

Frank Rebmann arbeitet als Trainer, Berater und Coach für Unternehmen.
Frank Rebmann arbeitet als Trainer, Berater und Coach für Unternehmen.
(Bildquelle: Die PRofilBerater GmbH)

Was gut läuft, erscheint uns oft selbstverständlich

Woran das liegt, dass wir uns – beruflich und privat – meist vorwiegend auf unsere Schwächen statt Stärken konzentrieren? Eine zentrale Ursache hierfür ist: Vieles, was wir gut machen und können, erachten wir als selbstverständlich. So erfüllt es zum Beispiel viele exzellente Zuhörer nicht mit Stolz, dass sie gut zuhören können. Entweder, weil ihnen diese Fähigkeit nicht bewusst ist oder weil sie dieses Können als selbstverständlich erachten.

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