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Thermodesorptionsanalyse

Was der Atem verrät: Krankheiten per Atemluft-Analyse erkennen

| Autor / Redakteur: Guido Deußing* / Dr. Ilka Ottleben

Abb. 1: Ein internationales Forscherteam sucht derzeit u.a. nach VOCs als Biomarker, die Aufschluss über die verschiedenen Subtypen und Stadien der Asthmaerkrankung geben.
Abb. 1: Ein internationales Forscherteam sucht derzeit u.a. nach VOCs als Biomarker, die Aufschluss über die verschiedenen Subtypen und Stadien der Asthmaerkrankung geben. (Bild: ©Jessmine - stock.adobe.com)

Die Analyse von Blut und Harn ist ein gängiges Prozedere im Rahmen der labormedizinischen Diagnostik. Zunehmend findet auch die Atemluft als Träger therapeutisch relevanter Informationen für unterschiedliche Krankheiten Beachtung. Eine zentrale Rolle spielt bei der Atemanalytik die Thermodesorptions-GC/MS.

Der menschliche Organismus emittiert als Begleiterscheinung mancher Erkrankung bestimmte Gerüche. Deren Wahrnehmungsschwelle liegt teilweise so niedrig, dass sie die menschlichen Sinnesorgane normalerweise nicht zu reizen vermögen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, erweist sich Joy Milne als Phänomen. Die 66-jährige Engländerin erkennt Parkinsonkranke nämlich am Geruch [1]. Hunde haben von Natur aus einen sehr ausgeprägten Geruchssinn, weshalb man sie nicht nur zum Aufspüren von Menschen, Drogen oder Sprengstoffen, sondern auch zu diagnostischen Zwecken einsetzen kann: Trainierte Hunde sind in der Lage, Prostatakrebs am Uringeruch oder Darmkrebs am Atem des Patienten zu erschnüffeln.

Dass sich Krankheiten am Geruch erkennen lassen, hat die Wissenschaft mobilisiert. Vielerorts wird daran gearbeitet, mithilfe der instrumentellen Analytik Parameter in der Atemluft zu bestimmen, anhand derer sich Krankheiten frühzeitig(er) diagnostizieren und damit besser therapieren lassen. Die ehemalige Krankenschwester Joy Milne etwa ist Teil eines Projekts, dessen Ziel es ist, unter Einsatz der GC/MS in Verbindung mit einem olfaktorischen Detektor (Gerstel-ODP) eine schnelle und sichere Analysenmethode zu entwickeln, um Parkinson anhand der Atemanalyse sicher diagnostizieren oder ausschließen zu können.

* G. Deußing: Redaktionsbüro Guido Deußing, 41464 Neuss

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