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Wissenstransfer von Grundlagenforschung in Anwendung
Das Forschungsprojekt ist ein Musterbeispiel für den erfolgreichen Wissenstransfer von Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis in die Anwendung. Gemeinsam mit der niederländischen Universität Wageningen ermittelte das ttz Bremerhaven einen speziellen Pflanzenextrakt, das den nahezu vollständigen Verzicht von Schwefeldioxid in Wein ermöglicht. Denn dieses Extrakt, das ein natürlicher Bestandteil von Wein ist, erfüllt den gleichen Zweck wie das SO2: Es wirkt antimikrobiell, antioxidativ und inaktivierend gegenüber Enzymen, wodurch unter anderem die Braunfärbung des Weines verhindert wird.
Neun Partner aus vier europäischen Ländern und Israel waren an dem Projekt beteiligt. Koordiniert wurde das EU-finanzierte Projekt (FP7) vom ttz Bremerhaven.
Der Geschmack entscheidet
Für den (Wieder-)Kauf eines Weines ist der Geschmack neben dem Preis das Hauptkriterium. In sensorischen Verkostungen mit einer repräsentativen Menge an Testern aus Großbritannien, Spanien und Deutschland wurde der neue Wein als gleichwertig im Vergleich zu dem hochwertigen Referenzweinen beurteilt. Der Wein wurde im Mai 2012 aus dem Fass in Flaschen abgefüllt und reift dort zurzeit weiter.
Beim nächsten Treffen der neun Projektpartner werden einige der Flaschen geöffnet und auf Herz und Nieren geprüft. Besteht der Wein auch die letzte analytische Prüfung vier Monate später, dann steht einer Verwendung des Verfahrens technisch nichts mehr im Wege. Die Zulassung sowie die Verkehrsbezeichnung des Getränkes werden zurzeit von den Partnern geklärt.
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