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EU-Forschungsförderung

Welche Möglichkeiten bietet die EU-Forschungsförderung?

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Eine weitere Möglichkeit der Forschungsförderung für KMU im FP7 sind die „ERA-Net-Programme“. Ziel dieser Programme ist eine verbesserte Koordinierung von nationalen und regionalen Forschungsaktivitäten. Sie sind nach verschiedenen Themenbereichen organisiert und eignen sich für KMU und Forschungsinstitutionen gleichermaßen. Die Ausschreibungen können sowohl vorgegeben („Top-down“-Prinzip) als auch frei wählbar („Bottom-up“-Prinzip) sein. Ein interessantes ERA-Net für die Chemiebranche ist beispielsweise das themenoffene ERA-Chemistry.

Industry-Academia Partnerships und Pathways (IAPP) ist im Programm „Menschen“ des FP7 angesiedelt.

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Es fördert explizit den Wissens- und Technologietransfer von Forschung und Entwicklung und zielt dabei auf die Stärkung und den Austausch der Personalressourcen in Unternehmen und Forschungsinstitutionen ab. Daher unterstützt es die Einstellung und den Austausch von wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitern. Voraussetzung ist, dass sich dieser zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor vollzieht. Möglich ist auch eine teilweise Kostenübernahme für Gerätebeschaffungen, welche direkt den KMU zugute kommt. Das Thema des Forschungsprojektes ist dabei frei wählbar.

Die Einreichungsfristen für die letzten gerade veröffentlichten Ausschreibungen im FP7 enden zu Beginn 2013. Interessenten müssen sich daher baldmöglichst mit der Antragstellung auseinandersetzen. Danach erfolgt eine Übergangsphase; 2014 wird das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ das FP7 und weitere Förderprogramme ablösen. Es wird für eine siebenjährige Laufzeit voraussichtlich ein Gesamtbudget von rund 80 Milliarden Euro haben. Da gerade KMU für die EU als Schlüssel zu mehr Wachstum und Arbeitsplätzen gelten, rückt das Programm KMU noch stärker in den Fokus und stellt auch formelle Erleichterungen in Aussicht.

Welche aktuellen EU-Förderprogramme gibt es?

„Forschung für KMU“ ist Teil des Programms „Kapazitäten“ des FP7. Hier können sich mehrere KMU zusammenschließen und je nach Bedarf die Forschung und Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen outsourcen. Voraussetzung ist, dass die KMU aus drei unterschiedlichen europäischen Ländern stammen und sich mindestens zwei weitere Forschungsinstitutionen beteiligen. Die Vermarktungsabsicht muss im Antrag klar erkennbar sein. Die Themenfindung der Projekte gestaltet sich nach dem „Bottom-up“-Prinzip.

„Eureka Eurostars“ stellt Mittel für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in internationalen Projektkooperationen bereit. Die Förderung der Projektteilnehmer erfolgt hierbei aus nationalen Mitteln, die in den teilnehmenden Staaten für Eurostars reserviert sind. Trotz der nationalen Förderung hat Eurostars ein länderübergreifendes Bewerbungsverfahren. Es folgt ebenfalls dem „Bottom-up“-Prinzip. KMU können ihre Anträge laufend einreichen, evaluiert werden sie jeweils im März/April und September. In diesem Programm müssen sich mindestens zwei Partner aus zwei unterschiedlichen Eurostars-Ländern zusammenschließen und marktfähige Produkte, Technologien oder Dienstleistungen entwickeln. Eine Forschungsinstitution kann sich ebenfalls beteiligen.

Ebenso aus nationalen Geldern wird das Programm „Zim-Erasme“ bestritten. Auch hier können sich KMU aus den jeweils beteiligten Ländern zusammenschließen und innovative Produkte und Dienstleistungen zusammen mit Forschungsinstitutionen entwickeln. Das Programm ist wiederum themenoffen. Die Anträge werden zweimal im Jahr evaluiert. Interessierte reichen ihren Antrag bei der derzeit koordinierenden Stelle der Aif Projekt GmbH in Berlin ein.

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