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EU-Forschungsförderung

Welche Möglichkeiten bietet die EU-Forschungsförderung?

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Die Bayfor als Unterstützer

Trotz zahlreicher Hilfestellungen und Beschreibungen in Leitfäden, Presse oder im Internet über die Beantragung von EU-Fördermitteln, bietet eine spezifische Beratung bei einer Projektidee deutliche Vorteile für KMU. Für Projekte aus Bayern oder Partner, die mit bayerischen Stellen zusammenarbeiten, steht hierfür die Bayerische Forschungsallianz („BayFOR“) zur Verfügung. Für KMU aus anderen Bundesländern ist es zudem möglich, über die Bayfor bayerische Partner für einen eventuellen EU-Antrag zu finden. Das EU-Förderzentrum der Bayfor vernetzt bayerische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft auf europäischer Ebene. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem aktuellen Forschungsrahmenprogramm der EU (FP7) und dem künftigen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. Zu diesem Zweck bieten wissenschaftliche Referenten fachspezifische Informationen, strategische Beratung und aktive Unterstützung bei der Projektanbahnung, dem Aufbau von internationalen Forschungskonsortien und der Antragstellung an. Im Falle einer erfolgreichen Evaluierung unterstützt die Bayfor bei den Vertragsverhandlungen mit der Europäischen Kommission und übernimmt ggf. das Projektmanagement und/oder die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Als Partner im Enterprise Europe Network (EEN) stellt die Bayfor auch gezielte Beratungsdienstleistungen für KMU bereit, die sich für eine Teilnahme an EU-Forschungsprojekten interessieren oder länderübergreifend miteinander kooperieren wollen. Im Haus der Forschung, in dem die Bayfor ebenfalls Partner ist, bekommen KMU zudem weitere Hilfestellung zu Forschungs- und Technologieförderung sowie zu Technologietransfer.

Als gelungenes Beispiel für eine EU-Förderung aus der Chemiebranche gilt das Projekt Chemlab II. Das Projekt verfolgt das primäre Ziel, den dualen Ausbildungsberuf des Chemielaboranten in den teilnehmenden europäischen Ländern zu etablieren. Langfristig möchte Chemlab II ein EU-weites und zertifiziertes Ausbildungsprogramm einführen, das mit einer Abschlussprüfung zum „EU certified Chemical Laboratory Technician“ endet. Das Konsortium stellte dabei erfolgreich mehrere Anträge im Lifelong Learning Programme der EU, u.a. im „Leonardo Da Vinci – Innovationstranfer“. Die Koordination des Projektes, vertreten durch PD Dr. Thomas Letzel, Leiter der Analytischen Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft, Technische Universität München, entwickelte gemeinsam mit der Bayfor und assoziierten Partnern seit 2009 das Konzept zu Chemlab I, Chemlab II und Chemlab-Mobil. Die Bayfor begleitete alle drei Projekte aktiv durch die Projektentwicklungs- und Antragsphase. Zudem konnte sie über das Enterprise Europe Network (EEN) einen weiteren Partner in Polen ausfindig machen. Im Rahmen des laufenden Projektes unterstützt die Bayfor den Koordinator bei der Verbreitung der Projektergebnisse.

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Fazit

Die EU-Kommission hält viele Förderprogramme für KMU bereit. Aus Sicht der Kommission sind die KMU der Motor für Innovation und diese können erheblich dazu beitragen den Europäischen Forschungsraum weiterzuentwickeln. Mit den Geldern der EU können KMU in ihre eigene Forschung investieren, sich weiter entfalten und somit wettbewerbsfähig bleiben.

* PD Dr. T. Letzel: Technische Universität München, 85748 Garching

* *M. Reichel: Bayerische Forschungsallianz (BayFOR), 80538 München

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