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Forensische DNA-Analyse Weniger Stutter-Artefakte, bessere Aufklärung von Kriminalfällen

Quelle: Pressemitteilung Promega 2 min Lesedauer

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Stutter-Artefakte erschweren die forensische DNA-Analyse, besonders bei Mischproben. Promega bietet passend dazu ein neues Kit mit eigens entwickelter Polymerase an: Sie reduziert störende Signale um das Achtfache und ermöglicht so eine leichtere Unterscheidung zwischen Artefakt und tatsächlichem Gen-Allel.

Die forensische Analytik hilft bei der Aufklärung von Kriminalfällen. Dabei erschweren so genannte Stutter-Artefakte die Auswertung der Genanalysen.(Bild:  CineLenspeopleimages.com – stock.adobe.com)
Die forensische Analytik hilft bei der Aufklärung von Kriminalfällen. Dabei erschweren so genannte Stutter-Artefakte die Auswertung der Genanalysen.
(Bild: CineLenspeopleimages.com – stock.adobe.com)

Die Promega Corporation hat das Paradyme 27GY STR System auf den Markt gebracht. Es ist das erste kommerziell erhältliche Kit zur Analyse von Short Tandem Repeats (STR) mit der firmeneigenen Reduced-Stutter-Polymerase (RSP). Dieses neue, von Promega entwickelte Enzym reduziert die häufigste Art störender Artefakte in der forensischen DNA-Analyse deutlich. Das Ergebnis ist eine achtfache Verringerung der Stutter-Signalintensität und damit klarere Elektropherogramme, erhöhte Sicherheit bei der Bestimmung der Anzahl der Spurenleger (Number of Contributors, NoC) und ein verbesserter Nachweis von Nebenkomponenten in Mischproben, verkündet das Unternehmen in einer Pressemeldung. Mischproben können dadurch schneller und mit höherer Aussagesicherheit interpretiert und komplexere Mischungen ausgewertet werden. So können Labore mehr Fälle aufklären und Bearbeitungsrückstände abbauen. Das Kit ist für den Einsatz mit dem Spectrum CE System und dem Spectrum Compact CE System ausgelegt.

Stutter-Artefakte in der forensischen DNA-Analyse

Stutter sind seit Jahrzehnten eine der größten Herausforderungen der forensischen DNA-Analyse. Wird DNA mit einer Taq-Polymerase amplifiziert, verrutscht das Enzym gelegentlich an repetitiven Sequenzen, sodass ein neues Fragment entsteht, das kürzer als das ursprüngliche ist. Bei der Analyse der Probe mittels Kapillarelektrophorese zeigt das resultierende Elektropherogramm einen zusätzlichen Peak, der um eine Repeat-Einheit kürzer, manchmal auch um eine Repeat-Einheit länger ist als der echte Peak. Diese zusätzlichen Peaks erschweren die Auswertung, wenn eine Probe möglicherweise DNA mehrerer Spurenleger enthält. In diesem Fall ist es schwer zu entscheiden, ob ein Peak ein Stutter-Artefakt oder ein Allel einer Nebenkomponente darstellt.

Das im Paradyme 27GY STR System enthaltene Enzym ist so konstruiert, dass es das Verrutschen bei der Amplifikation repetitiver DNA-Sequenzen minimiert. Das Enzym senkt die Stutter-Signalintensität gegenüber aktuellen Nachweissystemen um durchschnittlich das Achtfache, sodass sie sich häufig nicht mehr vom Grundrauschen des Instruments unterscheiden lässt. Damit wird eine wesentliche Quelle der Unsicherheit in der forensischen Fallarbeit minimiert. Labore können dadurch eindeutige Ergebnisse für komplexe Mischproben liefern, genauere Profile für Fallarbeit und Datenbanken erstellen und die Bearbeitungszeit für die Probenanalyse verkürzen.

Promega bietet forensischen Laboren, die das Paradyme 27GY STR System auf Spectrum-Geräten einführen möchten, umfassende Unterstützung. Labore können sich für eine Evaluierung im eigenen Haus und einen Vergleich mit der bisher eingesetzten Chemie an die lokalen Genetic-Identity-Spezialisten von Promega wenden. Für die Implementierung stellt das Unternehmen forensische Experten bereit, die vor Ort Unterstützung bei der Optimierung und der kundenspezifischen Validierung leisten sowie praxisnahe Schulungen zu Chemie und Geräten durchführen.

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