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PFAS: Emissionen flüchtiger Ewigkeitschemikalien in Innenräumen
Wenn Heim und Büro krank machen

Ein Gastbeitrag von Guido Deussing 12 min Lesedauer

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Während langkettige per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) aufgrund ihrer Löslichkeit über den Wasserkreislauf global verbreitet werden, finden kurzkettige PFAS über die Atmosphäre ihren Weg in die weite Welt. Das verschiebt das Problem einer möglichen Gesundheitsgefährdung nicht, sondern lenkt das Augenmerk dorthin, wo flüchtige PFAS emittieren, und zwar auf Innenräume.

Abb. 1: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) können auch in die Innenraumluft emittieren. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, in welchem Ausmaß. (Symbolbild)(Bild:  © Stock Unit, The Picture House - stock.adobe.com)
Abb. 1: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) können auch in die Innenraumluft emittieren. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, in welchem Ausmaß. (Symbolbild)
(Bild: © Stock Unit, The Picture House - stock.adobe.com)

Die Deutschen sind Stubenhocker: Untersuchungen des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge verbringen wir durchschnittlich zwischen 80 und 90 Prozent unserer Lebenszeit in Innenräumen. 20 von 24 Stunden am Tag halten wir uns, wie das UBA vorrechnet, in geschlossenen Räumen auf, 14 Stunden davon in den eigenen vier Wänden [1]. Und wir atmen dort Luft, die oftmals allenfalls beim Stoßlüften bewegt wird und geschwängert ist mit allem, was Mensch, Tier und Material drinnen über die Zeit in den Luftraum emittieren. Ob es sich um gute oder Fehlgerüche handelt, sei einmal dahingestellt. Entscheidend ist vielmehr: Wie sehr tragen die emittierten Stoffe zu einem Verlust unseres Wohlbefindens bei?

Chemie der PFAS

Per- und polyfluoriere Alkylsubstanzen (PFAS) sind rein synthetische, von Menschenhand im Labor geschaffene organische Verbindungen. Sie entstammen chemischen Reaktionen, bei denen Wasserstoffatome u. a. von Carbon- und Sulfonsäuren mit einer Kettenlänge von C4 bis C18 durch Fluoratome substituiert werden. Die für die Umwelt- und Lebensmittelanalytik relevanten PFAS lassen sich grob in zwei Stoffgruppen unterteilen: in perfluorierte Alkylsulfonate (PFAS) mit Perfluoroctansulfonat (PFOS) als bekanntesten Vertreter und perfluorierte Carbonsäuren (PFCA), deren namhaftester Repräsentant die Perfluoroctansäure (PFOA) ist. Quelle: BMVU [8]