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gesponsertMagnetrührer Wenn Roboter Laborgeräte produzieren

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Im Jahr 1952 begann beim Laborgeräte-Spezialisten IKA in Staufen die Entwicklung von Magnetrührern. Der jüngste Nachfolger dieser ersten Geräte wird mittlerweile voll automatisiert hergestellt. Dies sorgt für gleichbleibende Qualität und kurze Lieferzeiten.

Der neue RCT basic Magnetrührer: sicher und automatisiert gefertigt.(Bild:  IKA)
Der neue RCT basic Magnetrührer: sicher und automatisiert gefertigt.
(Bild: IKA)

Ein gleichmäßiges Surren von Servomotoren erfüllt die Fertigungshalle im südbadischen Staufen. Man hört ein leises Klicken, gelegentlich ein kurzes pneumatisches Zischen. Es herrscht eine konzentrierte Atmosphäre. Seit Anfang 2026 geschieht hier etwas, das es in der Laborgerätebranche so noch nicht gegeben hat: Roboter montieren, kalibrieren und prüfen Magnetrührer – vollautomatisch, fast ohne menschlichen Eingriff. Das Klicken und Zischen kommt von ihren Druckluft-Greifern.

Es handelt sich um eine vollautomatische Fertigungslinie für Laborgeräte. Das Gerät, das hier vom Band läuft, ist kein Unbekannter: Es ist der RCT basic – ein Magnetrührer, der seit fast fünf Jahrzehnten in Laboren rund um den Globus verwendet wird und der in seiner Kategorie zum Referenzgerät geworden ist. Die Kombination aus langer Tradition und radikaler Fertigungsinnovation macht den Relaunch des RCT basic im Frühjahr 2026 zu einem der ungewöhnlichsten Produktstarts der jüngeren Laborgeschichte.

Was Robotik für die Qualität bedeutet

RoboMAG steht für eine vollständig automatisierte Produktionslinie, in der jeder einzelne Fertigungsschritt von Robotern übernommen wird. Menschliche Montagefehler werden dadurch weitgehend ausgeschlossen. Jedes Gerät wird nach hundertprozentig identischen Parametern gefertigt und geprüft. Der RCT basic, den Laboranten weltweit seit Generationen kennen, erreicht damit eine neue Fertigungsqualität, die mit herkömmlichen Methoden nicht möglich wäre.

Magnetrührer seit 1952

Abb.1: Eine Zeitreise durch die einzelnen Modellvarianten der RCT/RET-Magnetrührer(Bild:  IKA)
Abb.1: Eine Zeitreise durch die einzelnen Modellvarianten der RCT/RET-Magnetrührer
(Bild: IKA)

Seit fast einem halben Jahrhundert ist der RCT basic ein Bestseller von IKA und das Referenzgerät in Laboren sowie Forschungseinrichtungen weltweit. Die Geschichte des Magnetrührers bei IKA begann 1952 – mit dem ersten selbst entwickelten Laborgerät überhaupt. Es folgten mehrere Gerätegenerationen, darunter der Bestseller RCT basic. Was konstant blieb: der Anspruch an Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Sicherheit. In vielen Laboren sind Geräte älterer Generationen noch nach Jahrzehnten im Einsatz.

IKA verbindet mit RoboMAG zwei Prinzipien: den Innovationsanspruch deutscher Ingenieurskunst und die Perfektion und Skalierbarkeit vollautomatisierter Prozesse. Made in Germany wird so neu erfunden. Für Anwender im Labor bedeutet das konkret: noch höhere Produktsicherheit, noch längere Lebensdauer und noch zuverlässigere Performance. Der neue RCT basic wird Anwenderinnen und Anwender lange begleiten und dabei helfen, die steigenden Anforderungen im Labor zu erfüllen und zu übertreffen. Ob Synthese in Rundkolben, temperaturkritische Reaktionen, Arbeit nahe am Flammpunkt oder unbeaufsichtigter Dauerbetrieb – der RCT basic wächst nochmals über sich hinaus. Mit mehr Leistung, weniger Platzbedarf und mehr Sicherheit.

Mehr Leistung: Das kann der neue Magnetrührer

Der neue RCT basic wurde von IKA in mehreren Kernbereichen substanziell weiterentwickelt. Gleichzeitig wurden die Grundprinzipien beibehalten, die ihn seit Jahrzehnten zur ersten Wahl in anspruchsvollen Laborumgebungen machen. Erstmals verfügt er über die intuitive Menüstruktur von IKA. Wer das Gerät aber lieber so nutzen möchte wie seinen Vorgänger, kann das ohne Einarbeitungsaufwand tun.

Mit 800 Watt Heizleistung erreicht der RCT basic Temperaturen von bis zu 310 °C und heizt dabei dank einer neuen Plattenisolierung schneller auf als sein Vorgänger, was insbesondere bei größeren Probenvolumina merkbar ist. Für Anwendungen, bei denen es auf kontrollierte Erwärmungsraten ankommt, lässt sich die Heizleistung in vier Stufen anpassen. Das ermöglicht ein langsames, schrittweises Heizen, wie es beispielsweise für empfindliche Proben erforderlich ist. Der Drehzahlbereich reicht von 50 bis 1.500 Umdrehungen pro Minute, der bürsten­lose EC-Motor arbeitet wartungsfrei und verfügt über eine Sanftanlauf-Funktion, die das Abreißen des Rührstäbchens in der Startphase zuverlässig verhindert.

Abb.2: Auf der Analytica 2026 wurde das neueste Modell des RCT-Magnetrührers vorgestellt.(Bild:  IKA)
Abb.2: Auf der Analytica 2026 wurde das neueste Modell des RCT-Magnetrührers vorgestellt.
(Bild: IKA)

Weniger Platzbedarf: Laborplatz ist kostbar, besonders im Abzug. Der neue RCT basic trägt dazu bei, diesen Engpass zu beseitigen: Mit einer Stellfläche, die gegenüber dem Vorgängermodell um 25 Prozent reduziert wurde, ist er bei gleichbleibender Heizplattengröße von 135 mm der kompakteste Magnetrührer in seiner Leistungsklasse auf dem Markt. Für parallele Aufbauten mit mehreren Rührern oder beengte Platzverhältnisse im Abzug ist das ein direkter funktionaler Vorteil. Das Gehäuse ist auf die standardisierten 200 x 200 mm großen Labor-Hebebühnen abgestimmt – bestehende Aufbauten lassen sich direkt weiternutzen, ohne Anpassungen am Equipment vornehmen zu müssen. Zwei integrierte Befestigungspunkte für Stativstangen ermöglichen flexible und sichere Versuchsaufbauten, bei denen Sensoren präzise positioniert werden können, ohne auf sperrige Zusatzhalterungen angewiesen zu sein.

Einzigartige Robustheit mit IP 54: Das Gehäuse des neuen RCT basic erfüllt die Schutzklasse IP 54 – eine deutliche Steigerung gegenüber dem IP-42-Standard des Vorgängers. Durch die hohe IP-Schutzklasse wird die Elektronik im Inneren konsequent vor Beschädigung durch eindringende aggressive Dämpfe und Flüssigkeiten geschützt, die hochwertige Glasabdeckung des Displays schützt die Anzeigeeinheit auch bei direktem Kontakt mit Chemikalien, die Schnittstellen werden mit Abdeckkappen aus Silikon geschützt. Das Gehäuse aus feuerfestem Aluminium-Druckguss ist zugleich stabil und thermisch optimiert.

Temperaturmodi für unterschiedliche Anwendungen: Verschiedene Anwendungen erfordern unterschiedliche Temperaturregelstrategien. Der FAST-Modus heizt unempfindliche Substanzen schnell auf und toleriert dabei kurzzeitige Überschwingungen. Der Präzisions-Modus ist für sensible Reaktionen ausgelegt, bei denen Temperaturschwankungen ausgeschlossen sein müssen. Für die Temperierung mittels eines Wärmeträgers oder Carriers stehen nun drei BLOCK-Modi zur Verfügung, die die präzise Temperatursteuerung bei der Nutzung von IKA-Syntheseaufsätzen ermöglichen.

Tabelle 1: Technische Daten des RCT basic(Bild:  IKA)
Tabelle 1: Technische Daten des RCT basic
(Bild: IKA)

Betriebsmodi und Bedienerführung: Fünf Betriebsmodi (A bis D sowie R) ermöglichen eine feingranulare Steuerung des Geräteverhaltens nach einem Neustart oder Stromausfall: von der Sicherheitsvariante, bei der keine gespeicherten Sollwerte übernommen werden, bis zum automatischen Wiederanlauf im letzten Betriebszustand. Die integrierte Key-Lock-Funktion verhindert unbeabsichtigte Änderungen an Drehzahl- und Temperatureinstellungen.

Mehr Sicherheit: Integrated Safety als Grundprinzip

Sicherheit ist beim RCT basic ein durchgehendes Konstruktionsprinzip. Alle Geräte sind TÜV-NRTL-zertifiziert und entsprechen der Norm DIN IEC EN 61010-1 sowie den Sicherheitsanforderungen für beheizte Laborgeräte gemäß EN IEC 61010-2-010 – einschließlich der Eignung für den unbeaufsichtigten Betrieb.

Er stellt sicher, dass die kritische Temperatur der Heizplatte auch dann nicht überschritten werden kann, wenn der Temperatursensor der Heizplatte ausfällt. Die Sicherheitstemperatur lässt sich unabhängig von der Einstellung von Temperatursollwerten mit einem Werkzeug an das jeweilige experimentelle Setup bzw. an die kritischen Flammpunkte der verwendeten Stoffe anpassen. Bei Anwendungen mit entzündlichen Substanzen kommt die Delta-T-Funktion zum Einsatz: Übersteigt die gemessene Temperatur im Medium den definierten Sollwert um eine festgelegte Temperaturdifferenz (ΔT), schaltet das Gerät die Heizung automatisch ab. Die Heizfunktion bleibt so lange deaktiviert, bis das Gerät manuell neu gestartet wird – ein bewusstes Sicherheitsdesign, das volle Kontrolle über kritische Prozesse gewährleistet.

Plötzliche Temperaturabfälle im Medium können auf Glasbruch oder andere ernsthafte Zwischenfälle hinweisen. Der RCT basic überwacht die Mediumtemperatur kontinuierlich und kann bei einem abrupten Temperatursturz den Betrieb einstellen. Ebenso erkennt das Gerät, wenn trotz aktiver Heizung kein Temperaturanstieg im Medium erfolgt – etwa bei einem falsch positionierten Sensor. In diesem Fall schaltet die Heizfunktion automatisch ab und verhindert unkontrolliertes Aufheizen.

Abb.3: Mithilfe eines Dongles kann der Magnetrührer im Abzug ferngesteuert bedient werden.(Bild:  IKA)
Abb.3: Mithilfe eines Dongles kann der Magnetrührer im Abzug ferngesteuert bedient werden.
(Bild: IKA)

Ob eine Heizplatte noch heiß ist, lässt sich visuell nicht feststellen. Der RCT basic warnt, sobald die Plattentemperatur 50 °C überschreitet, auch wenn das Gerät bereits abgeschaltet ist. Im Fehlerfall bleibt die Rührfunktion ohne Unterbrechung aktiv. Das verhindert Siedeverzug und sorgt für gleichmäßige Durchmischung, auch wenn die Heizung nicht mehr arbeitet.

Zusätzlich können bis zu zwei Temperatursensoren gleichzeitig betrieben werden – ein kabelgebundener und ein drahtloser –, um Medium und Trägermedium parallel zu überwachen. Dieses Dual-Sensor-Setup ist beispielsweise für Ölbäder oder Syntheseblöcke relevant, bei denen sowohl Reaktionsmedium als auch die Temperatur im Trägermedium kontrolliert werden müssen.

Was bleibt, obwohl sich alles ändert

Zurück in der Fertigungshalle: Die Bewegungen der Roboterarme sind fließend und wiederholen sich millimetergenau – immer gleich, immer im selben Rhythmus. Kein Zögern, keine Varianz. Der RCT basic bleibt einerseits, was er immer war: das zuverlässige Arbeitsgerät für anspruchsvolle Anwendungen ohne unnötigen Overhead, intuitiv und einfach zu bedienen. Zugleich bietet er jetzt eine Fertigungsqualität, die nur RoboMAG liefern kann. Und die in der Branche bislang ihresgleichen sucht.

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