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Innovative Tablettenproduktion 3D-Druck von Tabletten: Merck unterzeichnet Kooperationsvereinbarung

| Redakteur: Alexander Stark

Merck will künftig Tabletten im 3D-Drucker herstellen. Dafür kooperiert der Pharmakonzern mit AMCM aus Starnberg, einem Schwesterunternehmen von EOS.

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Merck hat eine Kooperationsvereinbarung zu 3D-gedruckten Tabletten mit AMCM bekannt gegeben.
Merck hat eine Kooperationsvereinbarung zu 3D-gedruckten Tabletten mit AMCM bekannt gegeben.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Die Partnerschaft zwischen AMCM / EOX und Merck soll nicht weniger als eine Revolution im Produktionsprozess von Tabletten bringen. Die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung soll den 3D-Druck von Tabletten in die industrielle Anwendung überführen. Für die Branche würde dies einen Riesenschritt in Richtung Digitalisierung bedeuten, ist sich Isabel de Paoli, Chief Strategy Officer bei Merck sicher.

AMCM, ein Schwesterunternehmen des Weltmarktführers im 3D-Druck, EOS, bietet kundenspezifische Lösungen für die additive Fertigung an. In einem ersten Schritt streben die Partner die Entwicklung einer GMP-konformen (Good Manufacturing Practice) Tablettenformulierung sowie die Herstellung von Prüfpräparaten für klinische Studien an. Später sollen Dienstleistungen für die Produktion im industriellen Maßstab folgen.

Der im Rahmen der Partnerschaft entwickelte neuartige und vereinfachte Prozess für den Einsatz in der klinischen Entwicklung basiert auf Pulverbettschmelzverfahren. Dabei bringt ein Laser pulverförmige Materialien zum Schmelzen und verschweißt sie Schicht für Schicht miteinander. Darüber hinaus ermöglicht der 3D-Druck eine Skalierung der Wirkstoff-Formulierung, während gleichzeitig kostspielige Neuformulierungen während des gesamten pharmazeutischen Entwicklungs- und kommerziellen Produktionsprozesses entfallen. Die Herstellung von Tabletten kann dadurch beschleunigt und kostengünstiger werden.

Neben den zuvor genannten Zielen besteht die Vision darin, eine flexible und nachhaltige lokale Produktion von Tabletten zu ermöglichen, die spezifischen Marktanforderungen Rechnung trägt und auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten werden kann, teilte Merck mit.

Die Tablettenproduktion der nächsten Generation mithilfe von 3D-Druckverfahren ist ein Projekt des Innovation Center am Konzernsitz in Darmstadt. Dort arbeiten Projektteams an der Entwicklung und Skalierung von Ideen zur Erschließung neuer Geschäfte innerhalb und außerhalb der aktuellen Tätigkeitsgebiete seiner drei Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials.

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