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Aflatoxin

Aflatoxin B1 ab einer Bestimmungsgrenze von 10 ppt analysieren

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Da ein Großteil der bislang manuellen Schritte vollautomatisiert durchgeführt wird, reduziert sich die Dauer der Probenvorbereitung von bisher rund 90 auf 20 Minuten. Zudem kann, während die HPLC die erste Probe analysiert, mit dem Freestyle bereits die nächste Probe bearbeitet werden. Dies kann rund um die Uhr erfolgen, manuelle Eingriffe sind dabei nicht notwendig. „Da durch das Freestyle-System Arbeitszeit bei der Probenaufarbeitung eingespart wird, haben die Mitarbeiter mehr Zeit für andere Aufgaben, zum Beispiel das Vorbereiten weiterer Probenextrakte“, sagt Hoffmann. „Der Probendurchsatz kann damit bei gleicher Personaldecke stark gesteigert werden. Ich halte eine Verdoppelung der Probenanzahl für realistisch.“ Bislang konnten im GBA-Labor pro Woche 180 Analysenläufe durchgeführt werden. Mit dem Freestyle in Verbindung mit einer LC können bei voller Auslastung mehr als 72 Proben am Tag und damit in der Woche mehr als 500 Proben vollautomatisch vom Extrakt zum Chromatogramm bearbeitet werden.

Auch für schwierige Proben wie Muskatnuss und Pfeffer geeignet

Das Freestyle-Gerät wird im GBA-Labor auch für sehr schwierige Proben wie beispielsweise Muskatnüsse und Pfeffer eingesetzt. „Muskatnüsse belegen teilweise die Antikörper der Immunoaffinitätssäulen, was sich durch Minderbefunde bemerkbar macht. Pfeffer enthält eine Reihe von Substanzen, die die Chromatographie stören. Dies kann zu falsch positiven Befunden führen“, erklärt Hoffmann. Durch die Reduktion der Matrixbeladung können diese Effekte kompensiert werden. Ein wesentlicher Vorteil des Freestyle liegt zudem darin, dass die Messung durch die spezielle Methodik mit dem Freestyle Thermelute deutlich empfindlicher ist als beim klassischen Verfahren, sodass um ein Zehnfaches niedrigere Gehalte bestimmt werden können. Die extreme Erhöhung der Sensitivität wird durch die Direktinjektion bzw. Elution von der Säule in die Probenschleife der HPLC erzielt. „Ein quantitativer Nachweis im Bereich von 10 ppt für Aflatoxin B1 und 30 ppt für Ochratoxin A kann mit einem modernen Fluoreszenzdetektor erreicht werden“, erläutert Baumann. „Es ergeben sich vergleichbare und leicht interpretierbare Chromatogramme unabhängig von der Matrix.“ Die hohe Empfindlichkeit lässt auch noch die geringsten Spuren von Mykotoxinen erkennen. Damit ist die Bestimmungsgrenze der Toxine leicht zu erreichen, was auch die Messung weit geringerer Toxinmengen ermöglicht, als in der gesetzlichen Regulation vorgesehen. Gleichzeitig garantiert dies, beispielsweise bei Babynahrung, eine besonders hohe Sicherheit und einen Überblick über die tatsächlich vorhandenen Belastungen.

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