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Das vernetzte Labor Alexa, wo finde ich das Labor der Zukunft?

| Redakteur: Doris Popp

Im Labor der Zukunft können Sprachsteuerung und smarte Interaktionssysteme sehr hilfreich sein. Wie genau, das zeigt das „smartLAB“ auf der Labvolution vom 21. bis 23. Mai in Hannover. Die Sonderschau zum intelligenten Labor der Zukunft lädt mit neuen Features und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ein.

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Impression von der letzten Labvolution
Impression von der letzten Labvolution
(Bild: Deutsche Messe AG)

Hannover – Vernetzung und Interaktivität – darauf liegt der Fokus im Smartlab 2019. Auch in seiner dritten Auflage fügt das Projekt seiner Vision vom vernetzten Zukunftslabor wieder neue Technologien hinzu und baut damit das Leistungsspektrum weiter aus. Für die Anwender aus Branchen wie Chemie, Pharma, Medizin, Umwelt oder Lebensmittel ergeben sich daraus zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung ihrer eigenen Labore. „Es gibt keinen einzigen Hersteller oder Dienstleister, der heute eine komplett digitalisierte Laborinfrastruktur anbietet“, sagt PD Dr. Sascha Beutel, Projektverantwortlicher Smartlab am Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover. „Das Smartlab leistet deshalb etwas Einmaliges: Im Verbund von Industrieunternehmen und Forschung zeigen wir eine Vision dessen auf, wie ein digitalisiertes Labor in 10 oder 20 Jahren aussehen könnte. Eine Vision zum Anfassen.“

Die insgesamt 14 Partner des Smartlab lassen sich dabei von der Frage leiten, was durch die Digitalisierung tatsächlich besser werden kann im Labor. Für das neue Smartlab in 2019 geht es deshalb auch um die Herausforderung, wie mithilfe digitaler Technologien dezentrales Arbeiten und globale Vernetzung möglich sind. So spielt 2019 beispielsweise auch das Thema Datensicherheit im Smartlab eine größere Rolle. Die meisten Neuigkeiten jedoch bietet das Smartlab im Bereich Kommunikation und Interaktion: Anhand zweier Use-Cases bekommen die Anwender vorgeführt, wie das Smartlab im Laboralltag funktioniert. Neu ist das Smartlab Hands-on-Labor, in dem die Besucher auch selbst digitalisierte Workflows ausprobieren können – Brausepulver-Belohnung inklusive. Außerdem bekommen die Besucher die Möglichkeit, mithilfe von Virtual Reality ihr eigenes Smartlab zu gestalten.

„Alle reden vom vernetzten Labor. Aber wir müssen auch darüber sprechen, wie wir mit diesem Labor kommunizieren“, sagt Beutel. „Die Interaktion zwischen dem Labormitarbeiter und den Geräten ist entscheidend, wenn es darum geht, die Vorteile der Digitalisierung optimal zu nutzen.“ Als Interaktionsmedien setzt das Smartlab 2019 auf Smart-Glasses, Touchbeamer und Sprachsteuerung. Neben dem Roboterarm, der die Chemikalienausgabe übernimmt, kommt auch erstmals eine Drohne im Zukunftslabor zum Einsatz. Außerdem erleichtern eine Chem-Finder-App sowie eine Colony-Counter-App die Arbeit im Smartlab.

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