English China

Flüssigchromatographie
Bessere Effizienz in der HPLC durch Temperaturerhöhung?

Ein Gastbeitrag von Dr. Frank Steiner und Dr. Katherine Lovejoy, Thermo Fisher Scientific 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Druck ist in der HPLC sicherlich der physikalische Parameter, den die Anwender immer im Blick haben, wenn es um die Effizienz einer Trennung geht. Lesen Sie, welche Auswirkungen Temperaturänderungen bei der Flüssigchromatographie haben.

Abb.1: Vergleich der van-Deemter-Kurven für das Corticosteroid Budesonid bei 30 °C und 50 °C ... (Ausschnitt)(Bild:  Thermo Fisher Scientific)
Abb.1: Vergleich der van-Deemter-Kurven für das Corticosteroid Budesonid bei 30 °C und 50 °C ... (Ausschnitt)
(Bild: Thermo Fisher Scientific)

In der Chromatographie wie der HPLC wirkt sich die Temperatur einerseits auf Retention und Selektivität aus, andererseits auf die für die Geschwindigkeit und Effizienz von Trennungen wichtigen Massentransportprozesse. Diese kinetischen Aspekte von Temperaturänderungen werden hier praxisnah beleuchtet.

Die van-Deemter-Gleichung (1) beschreibt den Zusammenhang zwischen Bandenverbreiterung oder Dispersion in der Trennsäule (gemessen als Bodenhöhe H) und Lineargeschwindigkeit u der mobilen Phase, also Geschwindigkeit der Trennung. Sowohl bei der axialen Verbreiterung des Peaks durch Diffusion (Longitudinaldiffusion, B-Term) als auch beim Massentransport des Analyten zwischen mobiler und stationärer Phase (C-Term) spielt der Diffusionskoeffizient Dm eine entscheidende Rolle und er steigt mit zunehmender Temperatur. Interessant ist dabei, dass sich die Longitudinaldiffusion zwar verstärkt (negativer, Peak-verbreiternder Effekt), der beschleunigte Massentransport die Trennung bei hohen Geschwindigkeiten aber günstig beeinflusst (positiver Effekt).