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Länderreport Serbien

Chemieindustrie auf dem Balkan Teil 1 – Serbien

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Außenhandel

Die Importe von Chemieerzeugnissen nach Serbien nahmen 2011 um 41% auf 2,9 Mrd. US$ zu. Deutschland hatte einen Lieferanteil von rund 16%. Besonders gefragt waren medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse (SITC 54) sowie Kunststoffe in Primär- und anderen Formen (SITC 57, 58) aus Deutschland. Auch im 1. Quartal 2012 setzte sich der positive Trend fort. Die Bezüge von Branchenprodukten stiegen gemessen in US$ gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 14%.

Geschäftspraxis

Die Produktstandards werden in Serbien schrittweise den EU-Vorgaben angepasst. In der Regel gelten beschleunigte Verfahren für chemische Produkte, die in der EU zugelassen sind. Für Pflanzenschutz- und Düngemittel ist das Amt für Pflanzenschutz im Ministerium für Landwirtschaft, Forst und Wasserwirtschaft (Uprava za zastitu bilija) zuständig.

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Ende 2009 beschloss die Regierung, eine spezielle Agentur für Chemikalien zu gründen. Zu deren Funktionen gehört unter anderem die Führung eines integrierten Registers für Chemikalien und einer Datenbank über chemische Stoffe (Pflichtangaben von Herstellern und Importeuren/Gesetz über Chemiestoffe, Amtsblatt 36/09 und 88/10).

Mit dem Gesetz über Arzneimittel, das am 1.8.04 in Kraft trat, ist die serbische Gesetzgebung in diesem Bereich an geltendes EU-Recht angepasst worden. Medikamente müssen bei der Agentur für Arzneimittel (Agencija za lekove, ALIMS) registriert werden. Über eine Zulassung muss laut Gesetz innerhalb von 210 Tagen entschieden werden. Im öffentlichen Gesundheitswesen (staatliche Krankenversicherung RZZO) wird lokalen Präparaten nach Auskunft von Branchenfachleuten in der Regel der Vorzug vor Importerzeugnissen gegeben.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Serbien finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

* Quelle: Germany Trade and Invest

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