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Analytica 2020 Das digitale Labor zum Anfassen

| Redakteur: Doris Popp

Auf der Analytica 2020 wird es eine Sonderschau zum Thema „Digitale Transformation“ geben. Im zugehörigen Forum vermitteln Experten in Vorträgen den aktuellen Stand der Digitalisierung im Labor.

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Entwurf für die Sonderschau „Digitale Transformation“ auf der Analytica 2020, Halle B2
Entwurf für die Sonderschau „Digitale Transformation“ auf der Analytica 2020, Halle B2
(Bild: designed by Meplan )

München – Von der Laborplanung über die Probenlogistik bis zum Datenmanagement werden digitale Technologien die Laborwelt revolutionieren – darüber sind sich Experten einig. Welche neuen Möglichkeiten der Wandel aber tatsächlich eröffnet, bleibt selbst für Branchenkenner oft im Ungefähren. Die Analytica zeigt daher in der Sonderschau „Digitale Transformation“ konkret, wie sich der Laboralltag verändern wird. Die Sonderschau in Halle B2 besteht aus einer Action Area und einem Forum.

„Kernthemen im Labor der Zukunft sind Digitalisierung, Miniaturisierung und Automatisierung“, erklärt Dr. Felix Lenk, Leiter der Forschungsgruppe Smart-Lab-Systeme an der Technischen Universität Dresden. Mit seinem Team organisiert und konzipiert er die Action Area zum Thema Labor 4.0 auf der Analytica 2020. Insgesamt konnten 17 Industriepartner gewonnen werden, die erstmals in diesem Umfang zusammenarbeiten, um Lab-of-the-Future-Workflows zu realisieren. Dazu gehören Unternehmen wie Eppendorf, Düperthal, Lauda, Merck, Mettler Toledo, Olympus sowie innovative Start-ups. Die vorgestellten Labore entstehen exklusiv für die Weltleitmesse.

Action Area mit flexibel umrüstbaren Workflows

Sie zeigen im Zentrum der Action Area in jeweils wechselnden Vorführungen zwei komplexe Labor-Workflows. Dafür wird die Fläche mehrmals täglich umgebaut. „Das Labor der Zukunft muss sich flexibel immer neuen Aufgabenstellungen anpassen können. Wir demonstrieren hier, wie das in der Praxis funktionieren kann“, erklärt Dr. Lenk. Zu diesem Aufbau gehören Roboterarme, die die Labormitarbeiter bei manuellen Tätigkeiten unterstützen. Halbtransparente Datenbrillen, so genannte Mixed Reality Glasses, machen Informationen und Daten leicht verfügbar. Die vernetzte Ausstattung – darunter Pipetten, Dispenser, Pumpen, Waagen und Zentrifugen – garantiert einen durchgängig digitalisierten und standardisierten Workflow. Alle Daten laufen in einem digitalen Laborbuch zusammen.

Sechs kleinere Hands-on-Workflows werden um diesen zentralen Workflow herum gruppiert. Die Besucher können dort aktiv eingreifen und Labor-der-Zukunft-Prozesse ausprobieren. Diese Workflows zeigen z.B. vernetzte Temperaturkontrollen bei Bioprozessen, digitalisierte optische Analysen und die Kontrolle exothermer Reaktionen.

Um die Flexibilität der smarten Labore zu gewährleisten, kommen auf der Analytica Module in Wabenform zum Einsatz, die immer wieder neu zusammengestellt werden können. Die Bauform hat sich in den letzten Jahren in der Entwicklerszene als vorteilhaft für den Einsatz im Labor erwiesen, weil sie besonders raumsparende Zusammenstellungen ermöglicht. Die Wabenmodule werden für die Analytica mit umfangreicher Technik ausgestattet und mit Schnittstellen ausgerüstet, die sie universell verknüpfbar machen.

Ergänzt wird die Action Area durch das Forum Digitale Transformation. In Vorträgen und Diskussionsrunden geben dort Hersteller, Verbände und Institutionen an allen Messetagen einen Überblick über den aktuellen Stand und zukünftige Einsatzmöglichkeiten der Digitalisierung im Labor.

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